Deutscher Gewerkschaftsbund

11.03.2016
Streik in Würzburg-Lengfeld

real Beschäftigte kämpfen um ihren Tarifvertrag

Tarifflucht bei real. ver.di ruft in Würzburg-Lengfeld und an über zwanzig weiteren real Standorten in Bayern die Beschäftigten in den Ausstand.

Tarifflucht bei real. ver.di ruft in Würzburg-Lengfeld und an über zwanzig weiteren real Standorten in Bayern die Beschäftigten in den Ausstand. DGB Würzburg


Würzburg. Beim SB Warenhaus real,- stehen die Zeichen auf Sturm. Trotz monatelanger intensiver Tarifverhandlungen mit der Unternehmensleitung, ist es nicht gelungen, die Tarifflucht und den Irrweg der Geschäftsführung zu beenden. Sie hält unbeirrt an ihrem Ausstieg aus den Tarifverträgen Einzelhandel fest und will darüber hinaus noch massive Kürzungen bei den Beschäftigten  durchsetzen. Heute Eine klare Konzeption für die Zukunft des Unternehmens verweigert sie nach wie vor. Deshalb ruft ver.di in Würzburg-Lengfeld und an über zwanzig weiteren real Standorten in Bayern die Beschäftigten in den Ausstand.

Die real,- Geschäftsführung hält nach ihrer Tarifflucht im Juli 2015 an ihrem Horrorkatalog für die Beschäftigten fest. Bei real,- bedeutet die Tarifflucht und die Gegenforderungen für eine Verkäuferin in Vollzeit, bei einem Jahreseinkommen von 32.000 Euro, einen jährlichen Verlust von bis zu 8.000 Euro. „Das Missmanagement der Konzernherren soll wieder einmal auf dem Rücken der Beschäftigten ausgebadet werden. Mit dem Unterschied, dass wir hier eine dreiste Mischung von Gier und Unfähigkeit erleben“, erklärt Hubert Thiermeyer, ver.di Fachbereichsleiter für den Handel in Bayern.

Peter König, ver.di Sekretär und Streikleiter bei real in Würzburg Lengfeld erklärt die Lage: "Trotz jahrelanger, zum großen Teil jahrzehntelanger, guter Arbeit der Beschäftigten, sollen sie für die Fehler des Managements, die ihren Job nicht gemacht haben, gerade stehen. Nicht zum ersten Mal sollen Beschäftigte Managementfehler ausbügeln. Dabei bringen die beabsichtigten Kürzungen kein Stück mehr Perspektive oder Zukunft für die Beschäftigten und das Unternehmen. Im Gegenteil, die Beschäftigten werden mit diesen Maßnahmen dramatisch demotiviert und verunsichert. Im Einzelhandel sind die Menschen, hier vor allem die Frauen, von akuter Altersarmut bedroht. Die Pläne der real,- Geschäftsführung lassen die Beschäftigten vor der eigenen Rente gruseln, denn  es wird damit den Menschen bei real,- zusätzlich noch jede Würde im Alter genommen. Gute Leute leisten gute Arbeit und deshalb verdienen sie gutes Geld.

„Wir wissen nicht wie lange wir kämpfen müssen, um real,- in die Tarifbindung zu bringen und damit für die Beschäftigten existenzsichernde Tarifverträge durchsetzen zu können, aber wir kämpfen weiter, auch wenn es Jahre dauert“, verspricht Peter König.

 

Heute in Lengfeld: Streik bei real. Beim SB Warenhaus stehen die Zeichen auf Sturm. Das Missmanagement der Konzernherren soll wieder einmal auf dem Rücken der Beschäftigten ausgebadet werden.

Heute in Lengfeld: Streik bei real. Beim SB Warenhaus stehen die Zeichen auf Sturm. Das Missmanagement der Konzernherren soll wieder einmal auf dem Rücken der Beschäftigten ausgebadet werden. ver.di Würzburg


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