Deutscher Gewerkschaftsbund

26.02.2016
Wohnraumsituation in Würzburg

Bezahlbares Wohnen muss in den Mittelpunkt

Zum Meinungsaustausch in Sachen bezahlbarer Wohnraum traf sich der DGB am Donnerstag mit den Fraktionen und Gruppen im Würzburger Stadtrat.

Zum Meinungsaustausch in Sachen bezahlbarer Wohnraum traf sich der DGB am Donnerstag mit den Fraktionen und Gruppen im Würzburger Stadtrat. DGB Würzburg


Würzburg. Zum Meinungsaustausch in Sachen bezahlbarer Wohnraum traf sich der DGB am Donnerstag mit den Fraktionen und Gruppen im Würzburger Stadtrat. Das Thema „günstiges Wohnen in Würzburg“ beschäftigt die Stadtpolitik seit Jahren. Aktuell fehlen rund 400 Wohnungen pro Jahr. Die Durchschnittsmiete ist in den in kurzer Zeit um ein Vielfaches gestiegen. Die Münchner Abendzeitung spricht von einer Mietpreisexplosion um 39 Prozent seit 2010. 9,60 Euro beträgt demnach die Durchschnittsmiete in der Stadt. Damit ist Würzburg mit an der Mietpreisspitze Bayerns.

Eingangs konnte DGB Sekretär Norbert Zirnsak die Stadträtin Judith Jörg (CSU) sowie die Stadträte Alexander Kolbow (SPD), Antonino Pecoraro (Grüne), Uwe Dolata (FWG), Raimund Binder (ÖDP). Sebastian Roth (Linke) und Wolfgang Baumann (ZfW) begrüßen. Für die Gewerkschaften waren Michael Groha (Vorsitzender des IG Bau Bezirksverbandes Mainfranken), Karin Dauer (DGB Vorsitzende in Würzburg), Hans Beer (Regionalvorsitzender der IG Bau in Franken) und Laura Wallner (Vorsitzende der GEW Würzburg) in die Randersackerer Straße gekommen.

Norbert Zirnsak formulierte das Ziel des Gesprächs. Es seien gemeinsame Anstrengung von Politik und Stadtgesellschaft nötig, um günstigen Wohnraum zu schaffen. Der DGB suche dazu das Gespräch mit der Politik, um die Ideen der Gruppen und Fraktionen kennen zu lernen. Der DGB selbst werde mit weiteren Veranstaltungen dazu beitragen, das Thema noch stärker in den Mittelpunkt der kommunalpolitischen Debatte zu rücken und im Jahresverlauf mit eigenen Vorstellungen auf die politischen Akteure zugehen.

DGB Sekretär Norbert Zirnsak die Stadträtin Judith Jörg (CSU) sowie die Stadträte Alexander Kolbow (SPD), Antonino Pecoraro (Grüne), Uwe Dolata (FWG), Raimund Binder (ÖDP). Sebastian Roth (Linke) und Wolfgang Baumann (ZfW) begrüßen.

DGB Sekretär Norbert Zirnsak die Stadträtin Judith Jörg (CSU) sowie die Stadträte Alexander Kolbow (SPD), Antonino Pecoraro (Grüne), Uwe Dolata (FWG), Raimund Binder (ÖDP). Sebastian Roth (Linke) und Wolfgang Baumann (ZfW) begrüßen. Im Bild von Links die Stadträte Binder, Kolbow und Pecoraro. DGB Würzburg

Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolitik nahmen im Verlauf eine erste Bewertung des von der Stadt Würzburg beauftragten „Handlungskonzept Wohnen – Gewos“ vor. Gemeinsamkeiten gab es bei der Beurteilung, dass die Bautätigkeit kirchlicher Wohnungsbaugesellschaften in Würzburg nicht ausreiche. Einig war man sich weitgehend beim Stichwort innerstädtische Wohnraumverdichtung. Unterschiedliche Einordnungen gab es beim Thema neues Bauland. Ob die eigene städtische Wohnungsbaugesellschaft wachsen müsse, wurde unterschiedlich bewertet. Ebenso die Frage, ob die Bautätigkeit am Hubland am Ende zu Wohnraumschaffung führt, die alle Bevölkerungsgruppen gleichermassen berücksichtigt. Konsens bestand am Ende in der Einschätzung, dass dringender Handlungsbedarf bei der Schaffung neuen Wohnraums besteht. Hans Beer (Regionalvorsitzender der IG Bau in Franken) richtete den Blick auf politische Rahmenbedingungen, wo bei Ausgleichsflächen, Bauvorschriften, und öffentlicher Gelder einiges zu tun sei. Beer verwies auf ein Positionspapier von Verbänden der Bayerischen Bau- und Wohnungswirtschaft und der IG Bau von den Wohnungsbau. „Wir brauchen kräftige Impulse für den Wohnungsbau in Bayern“, so der Baugewerkschafter.

Am Ende kündigte DGB Sekretär Norbert Zirnsak an, mit weiteren Akteuren der Stadtgesellschaft Gespräche zu verabreden. Außerdem sei in öffentliches Fachgespräch in Planung, wo DGB Experten, örtliche Akteure und die Kommunalpolitik das Thema weiter beleuchten.

Für die Gewerkschaften waren von Links im Bild Michael Groha (Vorsitzender des IG Bau Bezirksverbandes Mainfranken), Laura Wallner (Vorsitzende der GEW Würzburg), Norbert Zirnsak (DGB Sekretär in Würzburg), Karin Dauer (DGB Vorsitzende in Würzburg) und Hans Beer (Regionalvorsitzender der IG Bau in Franken) in die Randersackerer Straße gekommen.

Für die Gewerkschaften waren von Links im Bild Michael Groha (Vorsitzender des IG Bau Bezirksverbandes Mainfranken), Laura Wallner (Vorsitzende der GEW Würzburg), Norbert Zirnsak (DGB Sekretär in Würzburg), Karin Dauer (DGB Vorsitzende in Würzburg) und Hans Beer (Regionalvorsitzender der IG Bau in Franken) in die Randersackerer Straße gekommen. DGB Würzburg


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