Deutscher Gewerkschaftsbund

01.05.2014
IGM Chef Jürgen Wechsel fordert auf dem Theaterplatz ein Europa der Arbeitnehmer.

1. Mai in Aschaffenburg: „Es soll den Millionen besser gehen als den Millionären“

Jürgen Wechsler in Aschaffenburg

Jürgen Wechsler in Aschaffenburg DGB Aschaffenburg

650 Kolleginnen und Kollegen trotzen dem Regen und demonstrieren am 1. Mai in Aschaffenburg für Gute Arbeit und ein soziales Europa – IGM Chef Jürgen Wechsel fordert auf dem Theaterplatz ein Europa der Arbeitnehmer.

Aschaffenburg. Trotz Regens haben rund 650 Kolleginnen und Kollegen an der 1. Mai Veranstaltung des DGB Kreisverbandes Aschaffenburg-Miltenberg teilgenommen. Traditionell beginnt der 1. Mai des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Aschaffenburg mit einer Demonstration. Um 10 Uhr haben sich Kolleginnen und Kollegen der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften am Linde Werk 1 in der Schweinheimerstraße eingefunden, um am Demonstrationszug teilzunehmen.

In seiner Begrüßung machte DGB Gewerkschaftssekretär Björn Wortmann deutlich, dass die Menschen wieder im Mittelpunkt der Politik stehen müssen und dieses Signal von der Demo ausgehe. Die Demonstration führte über die Innenstadt zum Theaterplatz. Auf dem Theaterplatz begrüßte DGB-Kreisverbandsvorsitzender Aschaffenburg-Miltenberg, Rudi Großmann, die Kolleginnen und Kollegen und hieß Jürgen Wechsler herzlich in Aschaffenburg willkommen. 

Der Chef der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, hielt auf dem Theaterplatz das Hauptreferat und machte zu Beginn deutlich, dass Gute Arbeit und Soziales Europa für ihn zusammengehören: „Wir brauchen Arbeit, von deren Lohn man leben kann. Wir brauchen ein soziales Europa, das für die Menschen da ist und nicht für die Konzerne“.

Es ist erfreulich, dass die Gewerkschaften in Bayern Mitgliederzuwächse verzeichnen können. Diese Entwicklung stärkt die Position der Gewerkschaften gegenüber Verhandlungspartnern inner- und außerhalb der Betriebe.

Zudem forderte Wechsler einen Mindestlohn ohne Wenn und Aber! Für 5,7 Millionen Menschen wird dieser Mindestlohn ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit und Teilhabe. Dabei können 8,50€ nur ein erster Schritt sein. Die Mindestlohnerhöhungen müssen den Tarifverträgen folgen und nicht umgekehrt.

Der IGM Chef forderte in seiner Rede ein Europa der Arbeitnehmer, ein Sozialstaatmodell, das nach den Prinzipien der französischen Revolution verfährt: Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit. Dazu gehöre auch, öffentliche Debatten um das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA zu führen, damit der demokratische Rechtsstaat nicht untergraben werde. Wechsler beendete seine Rede mit dem Appell, dass man sich einmischen müsse, damit es den Millionen besser gehe als den Millionären.

Fronttransparent 1. Mai Aschaffenburg

Fronttransparent 1. Mai Aschaffenburg DGB Aschaffenburg

Jürgen Wechsler: "Deshalb mein Appell an uns alle: Mischen wir uns ein, gehen wir zur Wahl und sorgen wir für einen Kurswechsel, damit es den Arbeitnehmer, Rentnern, Arbeitslosten, Familien und Kindern, Also den Millionen besser geht als den Millionären"

Ein Grußwort wurde von einem Vertreter der Halkevi Jugend gehalten, der insbesondere bessere Zukunftsperspektiven für die junge Generation forderte.

Mit Eintritt des Glockengeläuts der Kirche endete die Kundgebung um 12 Uhr. Dem stärker eintretendem Regen zum Trotz nahmen noch rund 100 Kolleginnen und Kollegen am anschließenden Maifest teil und nutzten die Gelegenheit, sich gewerkschaftsübergreifend auszutauschen.

An dieser Stelle sei dem Vorstand des DGB-Kreisverbandes Aschaffenburg-Miltenberg für die Unterstützung, der Polizei sowie der Stadt Aschaffenburg für die Begleitung und dem Verein Halkevi für die Bewirtung gedankt. Zudem danken wir der IGM Jugend, die zusammen mit dem Kreisjugendring Aschaffenburg, den Falken und Jusos ein buntes Kinderprogramm angeboten hat.

 


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