Deutscher Gewerkschaftsbund

11.06.2014

„Für eine Reform des Personalvertretungsgesetz in Bayern!“

SPD Landtagsabgeordnete Martina Fehlner zu Gast beim DGB in Aschaffenburg.

Besuch Martina Fehlner beim DGB

Besuch Martina Fehlner beim DGB Martina Fehlner

Aschaffenburg. SPD Landtagsabgeordnete Martina Fehlner zu Gast beim DGB in Aschaffenburg.

Am 06.06.2014 ist Martina Fehlner zum Gespräch ins DGB-Büro Aschaffenburg gekommen, um sich mit Gewerkschaftern über aktuelle Themen im Landtag und in der Region Aschaffenburg auszutauschen und die Themenschwerpunkte des DGB zu diskutieren. Björn Wortmann (DGB-Gewerkschaftssekretär), Rudi Großmann (Vorsitzender des DGB KV Aschaffenburg-Miltenberg) sowie Manfred Höfler (stellv. Vorsitzender des DGB-KV AB-MIL) nahmen an dem 90 minütigen Gespräch mit Martina Fehlner teil.

Martina Fehlner ist in Aschaffenburg geboren und studierte an der FH Würzburg Diplom Sozialpädagogik. Als Moderatorin arbeitete sie im Funkhaus mit eigener Sendung im Radio und Fernsehen. Seit dem 15.09.2013 ist sie Mitglied im bayerischen Landtag und unter anderem im Ausschuss für „Fragen des öffentlichen Dienstes“ tätig.

In diesem Ausschuss werden derzeit Debatten um das bayerische Personalvertretungsgesetz (BayPVG) geführt. Nach dem Wunsch der Gewerkschaften und der SPD sollen die Mitbestimmungsrechte der Personalräte erweitert und gestärkt werden. Rudi Großmann, selbst jahrelang Betriebsratsvorsitzender, meinte in diesem Zusammenhang, dass sich das Betriebsverfassungsgesetz in der täglichen Praxis in den Betrieben bewährt und sicherlich einige Best-Practise Beispiele als Grundlage für die Reform des BayPVG hilfreich sein können.

„Wir brauchen eine Reform des Personalvertretungsgesetz in Bayern, um Mitbestimmungsrechte zu erhöhen!“ (Martina Fehlner, SPD-Landtagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für "Fragen des Öffentlichen Dientes")

Auch die Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden wurde thematisiert. Martina Fehlner sagte in diesem Zusammenhang, dass man prüfen müsse, wie grenzübergreifende Tarife in Gemeinden und Städten wie zum Beispiel Großostheim-Schafheim und Kahl-Großkrotzenburg realisiert werden können. Die Grenze zwischen Bayern und Hessen war auch Anlass das Thema Lehrerversorgung zu diskutieren. „Wenn in Bayern ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer in Hessen einen unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten bekommen, dann ist das für die jungen Menschen attraktiver, dort zu arbeiten“, meinte Fehlner.

Gewerkschaften fordern für Arbeitnehmer einen Ausbau von Weiterbildungsmöglichkeiten. Noch immer gibt es in Bayern keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Bildungsurlaub. „Dies muss sich ändern“, sagt Björn Wortmann, „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen selbstbestimmt die Möglichkeit haben, sich politisch, sozial oder kulturell weiterzubilden. Die Forderung nach lebenslangem Lernen muss in Bayern endlich in konkrete Maßnahmen übersetzt werden!“ Martina Fehlner kündigte in diesem Zusammenhang ihre Unterstützung an.

Es bestand Einigkeit darin, dass es eine gemeinsame Aufgabe ist, den Wirtschaftsstandort in der Region Aschaffenburg zu stärken, um gute Arbeit zu sichern und auszubauen. Dies gelinge umso besser, wenn man sich vernetzt und kontinuierlich austauscht.

 

Im Laufe des Jahres werden die Gespräche mit den politischen Entscheidungs- und Mandatsträgern in der Region bayerischer Untermain fortgeführt, um die gewerkschaftspolitischen Themen über den DGB zu transportieren


Nach oben