Deutscher Gewerkschaftsbund

03.03.2014
DGB Unterfranken

Betriebsratswahlen: Gehen Sie wählen!

Postkarte zur Betriebsratswahl Demokratie

Postkarte zur Betriebsratswahl Demokratie DGB

Unterfranken: Heute beginnen die Betriebsratswahlen. Auch in Unterfranken sind die Beschäftigten aufgerufen, vom 1. März bis zum 31. Mai ihre Interessensvertretungen zu wählen. Frank Firsching, DGB Regionsgeschäftsführer in Unterfranken, ruft die Beschäftigten auf, zur Wahl zu gehen: 

Der DGB wirbt mit einer groß angelegten Postkartenaktion für die Betriebsratswahlen. Vier Motive zeigen, was Betriebsräte erreichen und verhindern können: Demokratie, Respekt, Lohndumping, Überwachung, sind die Stichworte. Die Postkarten liegen zum Beispiel in Würzburg in der Gastronomie, in Sport-, Kultur- und Bildungseinrichtungen aus und sind in den unterfränkischen DGB Büros in Schweinfurt, Würzburg und Aschaffenburg erhältlich, informiert DGB Regionssekretär Norbert Zirnsak.

Matthias Jena, Bayerns DGB Chef meint: „Beschäftigten geht es besser mit Betriebsrat. In Betrieben mit Betriebsräten gibt es im Schnitt mehr als zehn Prozent höhere Löhne und sicherere Arbeitsplätze. Wer sich selbst etwas Gutes tun will, geht also zur Betriebsratswahl oder gründet selbst einen Betriebsrat, wenn es noch keinen gibt.“

Postkarte zu Betriebsratswahl Überwachung

Postkarte zu Betriebsratswahl Überwachung DGB

Ohne Betriebsrat haben die Beschäftigten weniger Rechte: Es gibt dann zum Beispiel keine Betriebsvereinbarungen, keine Anhörung bei Kündigungen, im Ernstfall keinen Sozialplan. „Betriebsräte machen den Unterschied“, sagt Jena. Denn mit Betriebsrat können die Beschäftigten mitbestimmen bei allen Fragen zur Arbeitszeit, bei Schichtplan und Überstunden, Eingruppierung, Leistungsentgelt, Boni und Akkord, Einstellungen, Versetzungen, Kündigungen, Aus- und Weiterbildung, Unfallverhütung, Gesundheits- und Umweltschutz, Arbeitsabläufen und Gestaltung der Arbeitsplätze.

Jena weiter: „Während der Einzelne mit seinen Anliegen bei der Personalabteilung oder dem Chef abblitzt, sorgen Betriebsräte dauerhaft für Mitbestimmung und die Interessenvertretung der Beschäftigten auf Augenhöhe. Gemeinsam haben die Beschäftigten durch Betriebsräte eine starke Stimme. Diese Stimme ist umso stärker, je höher die Wahlbeteiligung ist. Und wirkliche Mitbestimmung gibt es nur mit Betriebsräten aus den DGB-Gewerkschaften, nicht mit arbeitgeberhörigen Pseudogewerkschaften und Billigmachern.“

Von der Politik erwartet Jena eine Ausweitung der Rechte von Betriebsräten, um neuen Herausforderungen gerecht zu werden: „Betriebsräte müssen auch bei Werkverträgen mitbestimmen können. Und wir brauchen neue Formen des Gesundheitsschutzes, zum Beispiel eine Anti-Stress-Verordnung. Für Betriebsräte sollte es möglich sein, eine Gefährdungsanalyse der Arbeitsplätze einzufordern und diese mitzugestalten.