Deutscher Gewerkschaftsbund

26.02.2014
Kreisverband Würzburg

Heißer Stuhl zur OB-Wahl

Heißer Stuhl zu OB-Wahl in Würzburg

Heißer Stuhl zu OB-Wahl in Würzburg DGB Unterfranken

Würzburg. 150 Interessierte kamen am Dienstagabend zum „heißen Stuhl“ des DGB in die Kickers-Gaststätte nach Würzburg und sorgten für die passende Atmosphäre während zweier kurzweiliger Stunden. Vom Publikum und den DGB Moderatoren für jeweils 10 Minuten befragt, konnten die Kandidaten und die Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt der Stadt Würzburg ihre Positionen darlegen.

Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, der IG Bau Chef in Mainfranken Hans Beer, der ehemalige Regionsvorsitzende des DGB in Würzburg Gert Söhnlein und die Kreisvorsitzende des DGB Würzburg Karin Dauer losten im Verlauf des Abends die Reihenfolge der Befragung aus. Unter den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern waren zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten der Listen zur Stadtratswahl. Ekhart Beck vom DGB Kreisvorstand achtete strikt auf die Einhaltung der Redezeit. Die Mainpost und der Bayerische Rundfunk nahmen als Pressebeobachter an der Veranstaltung teil.

Alle Kandidaten und die Kandidatin waren gut vorbereitet auf den „heißen Stuhl“ gekommen und konnten sich sicher behaupten. In der Reihenfolge Charlotte Schloßareck (Bürgerforum Würzburg), Wolfgang Baumann (Zukunft für Würzburg), Raimund Binder (ÖDP), Muchtar Al Ghusain (SPD und Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Schuchardt (CSU – FDP und Würzburger Liste) wurden die Bewerber und die Bewerberin abwechselnd von Gerald Burkard, dem Würzburger ver.di Geschäftsführer und DGB Regionssekretär Norbert Zirnsak befragt. Relevant waren alle Themen der Stadtpolitik. Die DGB Moderatoren legten mit ihren Fragen einen Schwerpunkt auf die Themen der Arbeit. So waren beispielsweise die Ladenöffnungszeiten, der verkaufsoffene Sonntag, die städtische Auftragsvergabe, PPP-Projekte, ein industriepolitisches Konzept, gleiche Bezahlung für Frauen, das Sozialticket und Themen der Würzburger Verkehrsbetriebe einige wenige Stichworte.

Die Kandidaten nutzten ihre Zeit auf dem „heißen Stuhl“, um ihre Persönlichkeit zu unterstreichen. Muchtar Al Ghusain erhielt mit einem eindringlichen Plädoyer für den Atomausstieg den größten Applaus. Der Verwaltungsrechtler Wolfgang Baumann parierte kritische Fragen zu seinem Verständnis vom Datenschutz professionell und Charlotte Schloßareck nutzte die Gelegenheit, ihr Verhältnis zum Umgang mit Asylbewerbern gerade zu rücken. Christian Schuchardt schließlich hinterließ den Eindruck des sachlichen Kommunalpolitikers.

Am Ende des Abends bedankte sich die Würzburger DGB Vorsitzende Karin Dauer bei der Kandidatin und den Kandidaten für ihre Teilnahme am „heißen Stuhl“. Karin Dauer rief dazu auf vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und die KandidatInnen zu unterstützen, die ihre Stimme für gutes Arbeiten und gutes Leben in Würzburg erheben.