Deutscher Gewerkschaftsbund

31.03.2014
IG Metall Schweinfurt

IG Metall und BUND Naturschutz kooperieren

v. links: Edo Günter und Richard Mergner, Bund Naturschutz

v. links: Edo Günter und Richard Mergner, Bund Naturschutz DGB Unterfranken

Schweinfurt. Am internationalen Tag des Glücks, dem 20. März, sprach mit Richard Mergner erstmals ein Vertreters des BUND Naturschutzes Bayern e.V. auf der Delegiertenversammlung der Schweinfurter IG Metall. Der Grund dafür ist die Zusammenarbeit beider Organisation zum Thema „sozial-ökologische Industriepolitik“.

Die Vorgeschichte der Zusammenarbeit am „Leuchtturm Schweinfurt/ Main-Rhön“ fasste Peter Kippes, 1.Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, zusammen. Gemeinsam forderten der bayrische IG Metall Bezirksleiter Jürgen Wechsler und der Vorsitzende der BUND Naturschutzes Bayern, Hubert Weigert im Herbst 2013 die bayerische Staatsregierung auf, die Energiewende zügig voranzubringen und sie nicht zu blockieren. Dabei sollte es nach den Vorsitzenden beider Organisationen nicht bleiben. Man wolle stärker zusammenarbeiten, hieß es. Debatten anregen, Zukunftsfragen diskutieren, Themen auch regionale setzen. In der dazugehörigen Erklärung wurden für Bayern drei Leuchttürme der Zusammenarbeit ausgemacht, einer davon ist die Region Schweinfurt/ Main-Rhön. Anschaulichkeit stelle Peter Kippes mit den aufgeworfenen Fragen her: „Wie entwickelt sich die Arbeit, wie die Produktion? Welche Produkte werden in Zukunft gebraucht? Wie lässt sich Arbeit in Zukunft sozial und ökologisch gestalten?“ Auf diese und ähnliche Fragen wolle man nicht nur Antworten finden, sondern sich vor allem inhaltlich auseinandersetzen. Kippes stellte klar, dass er sich sicher ist von dieser Kooperation zu profitieren, da sich zwei starke und angesehene Partner auf Augenhöhe treffen, die aus unterschiedlichen Perspektiven wichtige Zukunftsfragen debattieren werden.

Am 20. März ist Weltglückstag

Am 20. März ist Weltglückstag DGB Unterfranken

Für den „Leuchtturm Schweinfurt“ stünden dabei konkrete Themen wie die regionale Gestaltung der Energiewende, die Konversion der freiwerdenden Militärflächen nach dem Abzug der Amerikaner, die Zukunft der Mobilität und die Ausrichtung der Industrieproduktion auf der Tagesordnung. Allesamt Themen, die unsere Lebensqualität in der Zukunft ausmachen werden, so Kippes.

Richard Mergner unterstrich in seinem Redebeitrag die Intension der gegenseitigen Kooperation und stellte den BUND Naturschutz Bayern e.V. inhaltlich und strukturell vor. Immerhin 200 000 Mitglieder habe der BUND Naturschutz in Bayern, 2000 davon in der Region Schweinfurt. Diese kümmerten sich um Themen wie genmanipulierte Lebensmittel ebenso, wie um das Gelingen der  Energiewende und schonenden Ressourcenverbrauch der Industrienationen. Denn es sei nicht vertretbar, dass 20% der Weltbevölkerung 80% der Ressourcen verbrauchten. Zunehmende Verteilungskämpfe um Rohstoffe und Ressourcen gelte es auch zu verhindern, indem Energie und Ressourcen eingespart werden. Dass der BUND Naturschutz schon viele Erfolge zu verbuchen hatte beschrieb Mergner an dem einen und anderen anschaulichen Beispiel. Der eigenen Tradition entsprechend wolle man gemeinsam mit der IG Metall über den eigenen Tellerrand schauen und eine Wege in eine sozial-ökologische Industrieproduktion finden.