Deutscher Gewerkschaftsbund

09.04.2014

Warnstreik beim Mainecho in Aschaffenburg

Arbeitgeberangebot völlig inakzeptabel

Streik Mainecho 1

Betriebsratsvorsitzender Dietmar Schreck DGB Aschaffenburg

Aschaffenburg. Bereits 4 Verhandlungsrunden sind vergangen, ohne dass ein neuer Tarifvertrag für die Druckindustrie abgeschlossen werden konnte. Daher sind heute erneut zahlreiche Kolleginnen und Kollegen vom Mainecho in den Warnstreik getreten, um den Druck auf den Arbeitgeberverband zu erhöhen und ihrer Forderung nach 5,5% mehr Lohn zu bekräftigen. Ver.di Sekretär Bernd Bauer bezeichnete beim Auftakt das vorliegende Angebot der Arbeitgeber als völlig unzureichend und inakzeptabel. „Wenn am kommenden Montag keine Einigung erzielt wird, sind wir für die Urabstimmung bereit.“

Björn Wortmann vom DGB Aschaffenburg ging bei seinem Grußwort insbesondere auf die politischen Entscheidungen ein, die die Gehälter der Beschäftigten empfindlich betroffen haben. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen eine private Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit abschließen, die Beiträge zur Krankenkasse wurden einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer erhöht – Daher ist eine Lohnerhöhung nicht nur gerecht, sondern auch notwendig.“

Betriebsratsvorsitzender Dietmar Schreck ging unter anderem auf die Situation der Redaktionen ein. Dabei unterstrich er die Notwendigkeit des Erhalts des Flächentarifvertrags ein und berichtete von Streikaktionen von anderen Betrieben in Bayern. Seit Juli 2013 befinden sich die Redakteure in Tarifverhandlungen und die Verzögerungstaktik des Bundesverbands der Zeitungsverleger müsse ein Ende haben. Für kommende Woche sind Warnstreiks der Zeitungsredaktion geplant.

Kollege im Warnstreik

DGB Aschaffenburg


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