Deutscher Gewerkschaftsbund

06.06.2014
Jubilarehrung

IG BAU bedankt sich bei treuen Mitgliedern

Treue zur Organisation - von links: DGB Regionssekretär Norbert Zirnsak, Josef Keller (Stettbach), Rudolf Hammelmann (Ramsthal), Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, IG BAU Bezirksvorsitzender Michael Groha, Reinhold Sommer und Albert Hofmann aus Nüdlingen

Treue zur Organisation - von links: DGB Regionssekretär Norbert Zirnsak, Josef Keller (Stettbach), Rudolf Hammelmann (Ramsthal), Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, IG BAU Bezirksvorsitzender Michael Groha, Reinhold Sommer und Albert Hofmann aus Nüdlingen IG BAU Mainfranken

 

Würzburg. Auch in diesem Jahr gab es  anlässlich der Jubilarehrung bei der IG BAU Mainfranken eine Main-Dampferfahrt mit der „Alten Liebe“ – nach dem Motto: „Alte Liebe rostet nicht“ – schon gar nicht auf dem Bau. „Einige unserer Jubilare sind bereits 65 Jahre bei der IG BAU an Bord“, sagte Michael Groha. „Sie sind echte Vorbilder für den Gewerkschafts-Nachwuchs. Kollegen, die die Solidarität unter den Beschäftigten groß schreiben – und ein Leben lang darauf bauen", so der Vorsitzende der IG BAU Mainfranken.

Nur eine starke Gewerkschaft mit engagierten Mitgliedern habe die Kraft, am Tariftisch gute Löhne und ordentliche Arbeitsbedingungen durchzusetzen – so wie bei den kürzlich abgeschlossenen Tarifrunden im Bauhauptgewerbe. Ebenfalls an Bord war die Würzburger Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, die ein Grußwort sprach. Die Festrede hielt Norbert Zirnsak, DGB-Regionssekretär.

„Unsere treuen Mitglieder sind seit vielen Jahren die Aktivposten gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Dumpinglöhne und miese Chefs“, betonte Michael Groha zu Beginn. „Wir erleben überall auf der Welt einen Trend: Es gibt immer mehr Arbeitsplätze mit niedrigen Löhnen, die zum Leben nicht reichen. Immer mehr, die auf ‚wackeligen Füßen stehen’ – mit Teilzeitbeschäftigung und mangelndem Kündigungsschutz. Jobs, die Menschen zu Aufstockern machen und ihnen weder Sicherheit noch Perspektive bieten“, so der mainfränkische IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Auch wenn viele Jubilare in die Jahre gekommen seien, in Sachen Engagement und politischer Vitalität seien sie weiter aktiv: „Es gibt eine Menge heißer Eisen, die gerade IG BAU-Mitglieder mit Tatkraft anpacken“, so Michael Groha. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es wichtig, dass die Arbeitnehmer fest zusammenstehen: „Das war früher schon so und wird immer so sein.

Festredner Norbert Zirnsak begab sich auf eine Zeitreise. Er beschrieb die gesellschaftliche Lage in den Jahren, in denen die Jubilare der IG BAU oder einer ihrer Vorläuferorganisationen beigetreten sind. Der Gewerkschaftssekretär lobte die Bauleute für ihre Beständigkeit: „Ihr habt die IG BAU aufgebaut, Organisationsarbeit in den Betrieben und auf den Baustellen geleistet, Mitglieder geworben, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchgesetzt und wenn es notwendig war, habt ihr Warnstreiks, Streiks und politische Aktionen organisiert.“

In den Mittelpunkt rückte Norbert Zirnsak die Auseinandersetzung um die Rente mit 67. Er kritisierte, dass auch die jetzige Regierung an der Rente mit 67 festhält: „Die Rente mit 67 ist und bleibt auch heute nichts anderes als ein gigantisches Rentenkürzungsprogramm. Wer das Renteneintrittsalter erhöht, der betrügt die arbeitenden Menschen. Und daran ändern auch nichts die Nebelkerzen einer sogenannten Rente mit 63“, sagte der Gewerkschafter während seiner Ansprache.

Gemeinsam verbrachten die Kolleginnen und Kollegen einen kurzweiligen Nachmittag auf der „Alten Liebe“. Selbstverständlich wurde auch an die eine oder andere Geschichte aus den vergangenen Gewerkschaftsjahren erinnert. „Solidarität ein Leben lang“, nannte DGB Sekretär Norbert Zirnsak dies.


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