Deutscher Gewerkschaftsbund

26.07.2021

Streik für Tarifbindung der Beschäftigten bei Douglas

Aschaffenburg: ver.di hat die Beschäftigten von zwei Douglas Filialen in Aschaffenburg und in Würzburg zum ganztägigen Streik aufgerufen. Es gab eine gemeinsame kurze Streikkundgebung in der Herstallstraße in Aschaffenburg.

Aschaffenburg: ver.di hat die Beschäftigten von zwei Douglas Filialen in Aschaffenburg und in Würzburg zum ganztägigen Streik aufgerufen. Es gab eine gemeinsame kurze Streikkundgebung in der Herstallstraße in Aschaffenburg. Peter König/Ver.di

Aschaffenburg: ver.di hat die Beschäftigten von zwei Douglas Filialen in Aschaffenburg und in Würzburg zum ganztägigen Streik aufgerufen. Es gab eine gemeinsame kurze Streikkundgebung in der Herstallstraße in Aschaffenburg.

ver.di hat die Parfümerie Douglas Deutschland zu Verhandlungen über die Anerkennung der Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel aufgefordert.

Bei dem Streik unter dem Motto „100 Prozent Tarif für alle, sonst mieft’s!“ wird darauf aufmerksam gemacht, dass Douglas bis vor wenigen Jahren ganz selbstverständlich die Branchentarifverträge eingehalten hat und jede Gehalts- und Lohnerhöhung an die Beschäftigten „weitergab“. Die Geschäftsführung erklärte seinerzeit: „Wir zahlen mindestens Tarif“. Seit 2019 werden die Entgelte der Douglas-Beschäftigten nicht mehr wie die in den übrigen tarifgebundenen Unternehmen erhöht: mal gibt es eine geringere, mal überhaupt keine Lohnsteigerung.

„Douglas verweigert seinen Beschäftigten den Schutz durch Tarifverträge. Deshalb kämpfen die Beschäftigten für ihre Existenzsicherung durch Tarifbindung“, stellte ver.di Sekretär Peter König klar.

 

Hintergrundinformationen:

Neben eines Anerkennungstarifvertrag für die Tarifverträge des Einzelhandels bei Douglas fordert

die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)für den bayerischen Einzelhandel eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 % plus 45 € im Monat. Die unteren Beschäftigtengruppen und Löhne auf ein Mindesteinkommen von 12,50 € in der Stunde angehoben werden. Die Laufzeit der Tarifverträge soll 12 Monate betragen

Die Tarifverträge des bayerischen Handels sollen wieder allgemeinverbindlich werden, damit Dumpingkonkurrenz und Vernichtungswettbewerb wirksam bekämpft werden. Für tarifgebundene Krisenunternehmen/-betriebe will ver.di durch differenzierte Unternehmenstarifverträge Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung erreichen.

 

Im bayerischen Einzel- und Versandhandel sind lt. Bundesagentur und IAB 553.000 Menschen beschäftigt. Knapp 50 % der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit und 70 % der Beschäftigten sind Frauen. 2020 erwirtschafteten laut Statistischen Bundesamt die Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel nominal 7,9 % mehr Umsatz und real 6,8 % mehr Umsatz.

 

Mittlerweile sind die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten da der Arbeitgeberverband eine „Differenzierung“ in den Tarifabschlüssen durchsetzen möchte, was zur Folge hat dass die Beschäftigten je nach „guter“ oder „schlechter“ Wirtschaftlicher Lage des Unternehmens in diesem Jahr kaum oder gar keine Lohnerhöhung erhalten. Die nun vom HDE in Spiel gebrachte einseitige Erhöhung der bisherigen Tariflöhne von 2 Prozent (nach mehreren Nullmonaten) bleibt noch hinter der für 2021 prognostizierten Inflationsrate zurück. Die Beschäftigten die im vergangen Jahr noch als Heldinnen und Helden gefeiert wurden, sollen nun für ihren Einsatz mit Reallohnverlusten bestraft werden.

Aschaffenburg: ver.di hat die Beschäftigten von zwei Douglas Filialen in Aschaffenburg und in Würzburg zum ganztägigen Streik aufgerufen. Es gab eine gemeinsame kurze Streikkundgebung in der Herstallstraße in Aschaffenburg.

Aschaffenburg: ver.di hat die Beschäftigten von zwei Douglas Filialen in Aschaffenburg und in Würzburg zum ganztägigen Streik aufgerufen. Es gab eine gemeinsame kurze Streikkundgebung in der Herstallstraße in Aschaffenburg. Peter König/Ver.di


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