Deutscher Gewerkschaftsbund

31.01.2019

ver.di-Aktion zur Tarifrunde am Uniklinikum

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Foto: DGB Unterfranken

Würzburg. Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder verging ohne ein Angebot der Arbeitgeber. Um über den Stand der Verhandlungen sowie die Tarifforderungen zu informieren und für die Tarifrunde zu mobilisieren haben die ver.di-Vertrauensleute des Uniklinikums in Würzburg am 30. Januar zu einem Infostand auf dem Gelände der Klinik geladen. Dem Aufruf folgten etwa 100 Beschäftigte.

Foto: DGB Unterfranken

Richtigen Wirbel macht jedoch die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) des Uniklinikums. Denn seit dem 1. Januar 2019 haben viele schulisch Auszubildende wie z.B. Heilerzieher*innen, MTAs oder Physiotherapeut*innen einen tarifvertraglichen Anspruch auf eine Auszubildendenvergütung – bisher mussten Sie ohne Bezahlung arbeiten. Für die – von der Staatsregierung bereits zugesagte – Umwandlung der Schulverhältnisse in Ausbildungsverhältnisse braucht es jedoch einen entsprechenden Nachweis der Uniklinik, aus welchem hervorgeht, dass die Ausbildung dort absolviert wird. Genau an dieser Stelle hakt es, das Uniklinikum stellt sich quer und gibt die Nachweise nicht aus! Mit verschiedenen kreativen Aktionen (siehe Fotos) machte die JAV deshalb auf diese Verschleppung durch die Klinikleitung aufmerksam.

 

Foto: DGB Unterfranken

Foto: DGB Unterfranken

Für uns sind zwei Dinge vollkommen klar. Zum einen ist die Ausbildungsvergütung auch für die schulisch Auszubildenden kein Akt der Gnade, sondern längst überfällig und hochverdient. Schließlich arbeiten diese jungen Menschen Seite an Seite mit den anderen Azubis in der Klinik. Zum anderen ist das Verhalten der Klinikleitung beschämend. In der heutigen Zeit, in der die ganze Welt über die oftmals katastrophalen Bedingungen im Gesundheitssektor Bescheid weiß, ist es ein Unding so ausgerechnet mit den jungen Menschen umzugehen, die sich trotz all der bekannten Probleme für diese Branche entscheiden. So wird sie nicht attraktiver, im Gegenteil.

 

Foto: DGB Unterfranken

Die JAV des Uniklinikums hat deshalb vollkommen Recht wenn sie sagt, dass Pflege Würde braucht. Sowohl für die Patienten als auch für die Beschäftigten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund steht hinter ihnen.

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