Deutscher Gewerkschaftsbund

11.03.2019

Literatur unter Strom: ver.di VS-Bundeskongress verabschiedet Aschaffenburger Antwort

Auf der Delegiertenkonferenz wurde nicht nur der Bundesvorstand neu gewählt, sondern auch die „Aschaffenburger Antwort“ verabschiedet – eine Antwort auf Hass, Rassismus, Nationalismus, An-tisemitismus, Homophobie und Sexismus.

Auf der Delegiertenkonferenz wurde nicht nur der Bundesvorstand neu gewählt, sondern auch die „Aschaffenburger Antwort“ verabschiedet – eine Antwort auf Hass, Rassismus, Nationalismus, An-tisemitismus, Homophobie und Sexismus. DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) feierte seinen 50.  Geburtstag in Aschaffenburg. Der 22. VS-Bundeskongress stand unter dem Motto „Literatur unter Strom“. Dabei elektrisierten die Themen Politik und Digitalisierung. Auf der Delegiertenkonferenz wurde nicht nur der Bundesvorstand neu gewählt, sondern auch die „Aschaffenburger Antwort“ verabschiedet – eine Antwort auf Hass, Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus.

Literatur unter Strom: ver.di VS-Bundeskongress verabschiedet Aschaffenburger Antwort

Literatur unter Strom: ver.di VS-Bundeskongress verabschiedet Aschaffenburger Antwort DGB Unterfranken

„Es ist etwas sehr Besonderes“, resümiert DGB Kreisverbandsvorsitzender Björn Wortmann, „wenn die Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di ihren Bundeskongress in Aschaffenburg abhalten und Aschaffenburg vier Tage lang unter Strom setzen. Der Kongress hat mit der Aschaffenburger Antwort ein starkes politisches Signal ausgesendet: ein Signal gegen rechtes Gedankengut, gegen Hetze und Diskriminierung!“

Literatur, Diskurs und Debatte prägten vier Tage lang Aschaffenburg und verwandelten die Altstadt in ein großes Kongresszentrum: Veranstaltungsorte waren Schulen, Theater, Stiftsarchiv und Stadtbibliothek. Das Programm umfasste über 30 Lesungen, hochkarätig besetzte Diskussionsrunden und einen Abend mit Poetry-Slam-Battle. Der Kongress, der im Martinushaus stattfand, wählte einen neuen Vorstand und verabschiedete „die Aschaffenburger Antwort“.

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke wünsche sich auch künftig „einen politischen VS, der, wo immer es nötig ist, auch unbequem ist.“

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke wünsche sich auch künftig „einen politischen VS, der, wo immer es nötig ist, auch unbequem ist.“ DGB Unterfranken

Aschaffenburg bezeichnet sich selbst als Kulturstadt, an diesen vier Tagen lebte sie diese Kultur. Dabei unterstützte die Stadt Aschaffenburg den Kongress bei der Gestaltung und Umsetzung des Programms und beflaggte das Schloss mit Kongressfahnen, brachte an öffentlichen Gebäuden wie dem Theater oder der Stadtbibliothek Banner an, sodass keinem verborgen blieb, dass dieser Kongress gerade in der Stadt abgehalten wird.

„Die Diskurse, die die Schriftstellerinnen und Schriftsteller anstoßen können, sind ein wichtiger Beitrag zur gelebten Demokratie“, betonte auch der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler in seinem Grußwort bei der Eröffnung des Kongresses. Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke wünsche sich auch künftig „einen politischen VS, der, wo immer es nötig ist, auch unbequem ist.“

 „Weder im Netz, noch auf den Straßen, noch in unseren Parlamenten dürfen wir faschistische Umtriebe dulden“, forderte stellvertretende VS-Vorsitzende Imre Török.

„Weder im Netz, noch auf den Straßen, noch in unseren Parlamenten dürfen wir faschistische Umtriebe dulden“, forderte stellvertretende VS-Vorsitzende Imre Török. DGB Unterfranken

Demokratie ist nicht verhandelbar

Auf dem Jubiläumskongress wurde  die “Aschaffenburger Antwort“ verabschiedet, in der sich der VS entschieden gegen Hass, Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus wendet. „Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller des VS sehen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft wie auch international mit großer Sorge. Für uns ist Demokratie nicht verhandelbar“, heißt es darin. Der VS verpflichtet sich, sich „laut und deutlich in die Auseinandersetzung um die Freiheit und Demokratie“ einzubringen.  „Weder im Netz, noch auf den Straßen, noch in unseren Parlamenten dürfen wir faschistische Umtriebe dulden“, forderte stellvertretende VS-Vorsitzende Imre Török.

Beschluss Aschaffenburger Antwort (PDF, 253 kB)

Die „Aschaffenburger Antwort“ – eine Antwort auf Hass, Rassismus, Nationalismus, An-tisemitismus, Homophobie und Sexismus.

DGB Vorsitzender Björn Wortmann gratulierte der neu gewählten Vorsitzenden Lena Falkenhagen und lud sie ein, nicht 50 Jahre zu warten, bis der VS wieder seinen Kongress in Aschaffenburg ausrichte.

DGB Vorsitzender Björn Wortmann gratulierte der neu gewählten Vorsitzenden Lena Falkenhagen und lud sie ein, nicht 50 Jahre zu warten, bis der VS wieder seinen Kongress in Aschaffenburg ausrichte. DGB Unterfranken

VS wählt neuen Vorstand

Der VS in ver.di hat auf seiner Bundeskonferenz einen neuen Bundesvorstand gewählt. Dabei votierten die Delegierten für Lena Falkenhagen als neue VS-Bundesvorsitzende. Die 45jährige Autorin, Lektorin, Übersetzerin und Computerspiele-Autorin war vor ihrer Wahl zur Bundesvorsitzenden stellvertretende Landesvorsitzende des VS Berlin. „Ich stehe für eine Generation schreibender Menschen, die die Themen Internet und Digitalisierung nicht nur als Problem, sondern auch als Chance wahrnimmt“, erklärte Falkenhagen anlässlich ihrer Wahl. DGB Vorsitzender Björn Wortmann gratulierte der neu gewählten Vorsitzenden Lena Falkenhagen und lud sie ein, nicht 50 Jahre zu warten, bis der VS wieder seinen Kongress in Aschaffenburg ausrichte.

Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Sven j. Olsson und Leander Sukov gewählt. Daneben gehören dem neuen VS-Bundesvorstand noch Pilar Baumeister und Claudius Nießen an.

 

Quellen: in diesem Artikel wurden Auszüge aus Pressemitteilungen vom VS verwendet

https://vs.verdi.de/presse/pressemitteilungen

Aschaffenburg bezeichnet sich selbst als Kulturstadt, an diesen vier Tagen lebte sie diese Kultur. Dabei unterstützte die Stadt Aschaffenburg den Kongress bei der Gestaltung und Umsetzung des Programms und beflaggte das Schloss mit Kongressfahnen, brachte an öffentlichen Gebäuden wie dem Theater oder der Stadtbibliothek Banner an, sodass keinem verborgen blieb, dass dieser Kon-gress gerade in der Stadt abgehalten wird.

Das Aschaffenburger Schloss mit Kongressbanner, sodass keinem verborgen blieb, dass dieser Kongress gerade in der Stadt abgehalten wird. DGB Unterfranken

Aschaffenburg bezeichnet sich selbst als Kulturstadt, an diesen vier Tagen lebte sie diese Kultur. Dabei unterstützte die Stadt Aschaffenburg den Kongress bei der Gestaltung und Umsetzung des Programms und beflaggte das Schloss mit Kongressfahnen, brachte an öffentlichen Gebäuden wie dem Theater oder der Stadtbibliothek Banner an, sodass keinem verborgen blieb, dass dieser Kon-gress gerade in der Stadt abgehalten wird.

Die Aschaffenburger Stadtbibliothek mit Kongressbanner, sodass keinem verborgen blieb, dass dieser Kongress gerade in der Stadt abgehalten wird. DGB Unterfranken


Nach oben

Konferenz Digitalisierung der Arbeitswelt

An­mel­dung zur Kon­fe­renz am 1. Ju­ni 2019 in Aschaf­fen­burg
Mann mit vielen Armen
Colourbox
Aschaffenburg. Digitalisierung kann die Arbeitswelt menschengerechter gestalten. Der DGB Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg organisiert zusammen mit der IG Metall Aschaffenburg eine Konferenz zum Thema "Digitalisierung der Arbeitswelt". In vier Workshops werden Auswirkungen der Digitalisierung diskutiert.
weiterlesen …

Der DGB Schweinfurt beteiligt sich am Bündnis Schweinfurt ist bunt.

Der DGB Würzburg beteiligt sich am Bündnis Würzburg ist bunt.