Deutscher Gewerkschaftsbund

08.11.2022
Metallerwarnstreiks in Kitzingen:

300 Beschäftigte bei Baumüller, GEA und Schaeffler im Ausstand

Frühschluss bei GEA in Kitzingen

Frühschluss bei GEA in Kitzingen Kathrin Schäfer

Mit Ablauf der Friedenspflicht haben in der Nacht auf Samstag, den 29.10.2022 die Warnstreiks in den Tarifverhandlungen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie begonnen. Erstmals in dieser Tarifrunde waren auch Betriebe im Organisationsgebiet der IG Metall Würzburg (Stadt- und Landkreis Kitzingen – Stadt- und Landkreis Würzburg – Altlandkreis Bad Brückenau – Altlandkreis Karlstadt) zu Warnstreiks aufgerufen. Bei GEA in Kitzingen, genauso wie bei Baumüller in Kitzingen beendeten die Beschäftigten der Frühschicht am Freitag, den 4.11.2022 ihre Arbeit jeweils zwei Stunden früher als gewohnt.

Am Kitzinger Logistikstandort der Firma Schaeffler endeten die Schichten am Freitag eine Stunde früher. Bei GEA versammelten sich 70 Kolleginnen und Kollegen um 11 Uhr vor dem Werkstor zu einer Kundgebung, bevor sie vorzeitig das Wochenende begannen. Bei Schaeffler beteiligten sich etwa 100 Beschäftigte. 60 trafen sich zu einer Kurzkundgebung im coneKt Gewerbepark, bevor sie ins Wochenende gingen. Bei Baumüller legten gut 80 Metaller die Arbeit nieder.

 

Kollegen bei Baumüller

Kollegen bei Baumüller Kathrin Schäfer

Rund 50 Beschäftigte beteiligten sich in allen Betrieben im Homeoffice an den Aktionen. Norbert Zirnsak, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Würzburg sagte bei der Zusammenkunft bei GEA: „Gute Löhne stützen die Konjunktur. Der private Konsum ist der entscheidende Wachstumsmotor. Die Menschen brauchen Sicherheit, dass ihr Einkommen nicht von den steigenden Preisen aufgefressen wird“. IG Metall Sekretär Marcel Meqemeja unterstrich bei der Kundgebung am Kitzinger Schaeffler Standort: "Gute Arbeit ist ordentlich zu bezahlen!"

Der Unternehmerverband vbm hatte in der dritten Tarifverhandlung eine prozentuale Entgelterhöhung lediglich vage in Aussicht gestellt – innerhalb einer Laufzeit von 30 Monaten und ohne eine Zahl oder Zeitpunkte zu nennen. Die IG Metall fordert für die rund 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die vierte Tarifverhandlung in Bayern findet am 8. November statt.


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