Deutscher Gewerkschaftsbund

02.08.2021

Arbeitsplatzabbau bei Valeo Siemens

Beschäftigte fühlen sich alternativlos vor die Tür gesetzt

Um gegen den geplanten Stellenabbau zu protestieren, machten die Beschäftigten von Valeo Siemens gemeinsam mit der IG Metall bei einer außergewöhnlichen Aktion auf sich aufmerksam. So brachten am Mittwoch die Mitarbeiter des Unternehmens eigene Stühle mit zur Arbeit und stellten diese, als Symbol des Arbeitsplatzabbaus, vors Werkstor.

Bereits im Mai 2021 verkündete das Unternehmen Valeo Siemens einen Abbau von 250 Stellen in Bad Neustadt. Nach Aussage von Jessica Reichert, Betriebsratsvorsitzende von Valeo Siemens, wurden in der letzten Woche vom Betriebsrat bereits mehrere Alternativen aufgezeigt, wie Arbeitsplätze gesichert werden könnten. Jedoch habe der Arbeitgeber in den Verhandlungsrunden bisher jede der Alternativen abgelehnt.

„Dass somit fast ein Drittel der Belegschaft den Arbeitsplatz verlieren könnte, obwohl der Bereich der eMobility gerade überall durch die Decke geht, ist für uns absolut unverständlich. Das Management hätte sich viel früher um Anschlussaufträge für den Standort kümmern müssen“, erklärt Nadine Knauff, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Schweinfurt. „Es ist hochtragisch, dass die Geschäftsführung die Menschen einfach auf die Straße setzt“, führt Nadine Knauff weiter aus.

Die Beschäftigten sind mit der Haltung der Geschäftsführung absolut nicht einverstanden.

Mit ihrer Aktion setzen sie ein deutliches Zeichen, dass sie eine klare Perspektive für alle Arbeitnehmenden am Standort fordern und weiter für jeden Arbeitsplatz kämpfen werden.

Foto von links nach rechts: Natalia Floth (stellv. Betriebsratsvorsitzende Valeo Siemens), Jessica Reichert (Betriebsratsvorsitzende Valeo Siemens), Nadine Knauff (IG Metall Schweinfurt)

Foto von links nach rechts: Natalia Floth (stellv. Betriebsratsvorsitzende Valeo Siemens), Jessica Reichert (Betriebsratsvorsitzende Valeo Siemens), Nadine Knauff (IG Metall Schweinfurt) Foto: IG Metall Schweinfurt


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