Deutscher Gewerkschaftsbund

17.11.2022
Bericht der IG Metall Würzburg

900 Metallerinnen und Metaller demonstrieren durch die Würzburger Innenstadt

Bei Brose, Konecranes und bei Koenig & Bauer stehen die Bänder still

Würzburg. Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche beteiligten sich mehrere Hundert Menschen an den Warnstreiks der IG Metall Würzburg. Nachdem am Dienstag, den 15.11.2022 gut 900 Beschäftigte in Marktheidenfeld auf die Straße gingen, waren es am Mittwoch, den 16.11.2022 ebenfalls mindestens 900 Metallerinnen und Metaller, vorwiegend aus den Würzburger Betrieben Brose, Koenig & Bauer und Konecranes die sich im Warnstreik hinter die Forderung der IG Metall nach 8 Prozent mehr Lohn stellten. Nach einer Auftaktkundgebung am Viehmarkt zogen die Kolleginnen und Kollegen in einem ausgedehnten Demozug durch die Würzburger Dreikronenstraße in die Innenstadt. Der Zug ging über die alte Mainbrücke und am Dom vorbei, bevor sich die IG Metaller in der Eichhornstraße am neuen „QR Platz“ zur Kundgebung trafen. Dort sprachen der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Würzburg, Norbert Zirnsak und die Betriebsratsvorsitzenden Yves Weinberger (Brose), Peter Baumeister (Konecranes) und Friedl Weippert (Koenig & Bauer).

Alle Redner betonten die Entschlossenheit der IG Metall, ihre Lohnforderung in dieser Tarifrunde mit aller Macht durchzusetzen. Lautstark machten sich die Kolleginnen und Kollegen bemerkbar. Mit Trillerpfeifen und der gerufenen Losung „Wer die Preise kennt, fordert 8 Prozent“ waren die Kundgebungsteilnehmer weit über die Eichhornstraße hinaus zu hören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Grußwort gab es vom DGB Regionsvorsitzenden Frank Firsching. Er überbrachte die solidarischen Grüße aller unterfränkischen DGB Gewerkschaften. Daniel Friedrich vom Vorstand der IG Metall moderierte die Veranstaltung. Am Donnerstag, den 17.11.2022 ruft die IG Metall Würzburg zur Kundgebung in Kitzingen auf.

Der Unternehmerverband vbm hatte in der vierten Tarifverhandlung immer noch keine Prozentzahl für eine Entgelterhöhung angeboten. Die IG Metall fordert für die rund 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Am Donnerstag ist der IG Metall Bezirk Baden-Württemberg zu weiteren Verhandlungen beauftragt, um eine Lösung in dem festgefahrenen Konflikt zu suchen.

© Fotos: Viktor Grauberger (DGB Unterfranken)


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