Deutscher Gewerkschaftsbund

13.11.2018
Pressemeldung der GEW Unterfranken

"Equal Pay Day": JA zu A 13 !

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich seit Langem dafür ein, dass Frauen und Männer wie im Grundgesetz vorgeschrieben, gleichberechtigt sind. Im Berufsleben ist durch den gender pay gap diese Gerechtigkeit bedroht. In Unterfranken sind gerade in Bildungsberufen Frauen überrepräsentiert. Diese wiederum wählen überdurchschnittlich Teilzeit, sind wegen Kindererziehung weniger bereit, Aufstiegschancen zu nutzen, und haben durchschnittlich einen geringeres Einkommen als ihre männlichen Kollegen. Deshalb fehlen sie in Schulleitungen und Schulaufsichtsbehörden.

Eine Lehrerin, die wegen Kindererziehung und Krankheit nicht verbeamtet wurde, verdient gut 400€ weniger, bei gleichem Arbeitspensum wie eine verbeamtete Lehrkraft (m/w). In den unterfränkischen Grundschulen sind 90% Lehrerinnen, aber 73% der Schulleitungen Männer. Daher ist das Durchschnittseinkommen der Frauen in der Bildung auch deutlich geringer als das der Männer.

Die GEW fordert bundesweit und besonders vom neuen Bildungsminister (und dem Finanzminister) diese Geschlechter-Ungerechtigkeit zu beseitigen. Ein erster Schritt wäre die Einführung der Gehaltsstufe A13 für alle Lehrkräfte, besonders in Grund- und Mittelschulen, in denen besonders viele Frauen unterrichten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Nellen

Geschäftsführer Kreisverband Würzburg

stellv. Vorsitzender und Öffentlichkeitsarbeit

Bezirksverband Unterfranken

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft


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