Deutscher Gewerkschaftsbund

10.11.2022

Erstmals Warnstreiks bei der WAREMA SE am Logistikstandort in Bettingen

Warnstreik Warema

Warnstreik Warema Kathrin Schäfer

Zum ersten Mal in der Geschichte der WAREMA SE beteiligten sich 200 Beschäftigte am 9.11.2022 am neuen Logistikstandort in Bettingen an den Warnstreiks der IG Metall. Die WAREMA SE ist der Betrieb der Verhandlungsführerin des Verbandes der bayerischen Metallunternehmen (vbm), Angelique Renkhoff-Mücke. Sie verhandelt in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mit der IG Metall. Nach Angaben von Norbert Zirnsak, Zweiter Bevollmächtigter in Würzburg, ist das eine „Top Beteiligung in Bettingen“. „Gerade im Betrieb der Verhandlungsführerin setzt die Belegschaft ein starkes Signal für die Zustimmung zu den Forderungen der IG Metall“. Zirnsak kritisierte die Verhandlungsführung des vbm, der auch in der vierten Verhandlungsrunde am Dienstag kein Angebot vorgelegt hat. „Es ist fünf vor Zwölf, besser fünf vor Streik“.

Norbert Zirnsak: „Wachstum braucht Kaufkraft! Und man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu wissen: Nur wer Geld hat, kann es auch ausgeben. Gute Löhne stützen die Konjunktur. Der private Konsum ist der entscheidende Wachstumsmotor.“ Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern seien schwierig. „Aber als Metallerinnen und Metaller sind wir harte Auseinandersetzungen gewohnt und fest entschlossen, einen erfolgreichen Abschluss zu erzielen,“ so Zirnsak.

Redner in Bettingen waren auch der Betriebsratsvorsitzende der WAREMA SE, Alexander Thauer, und das Mitglied in der bayerischen IG Metall Tarifkommission, Esteban Rincon-Roth. Beide betonten die gute Leistung der Beschäftigten im Unternehmen. Es gehöre zur Wertschätzung der Arbeit, faire Löhne zu bezahlen. Viktor Grauberger vom DGB überbrachte die Grüße der Gewerkschaften in Unterfranken und Daniel Friedrich vom Vorstand der IG Metall in Frankfurt moderierte den Warnstreik


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