Deutscher Gewerkschaftsbund

16.04.2019

Warnstreiks bei Joyson Safety Systems Aschaffenburg GmbH

600 Beschäftigte beteiligen sich an den Warnstreiks bei Joyson

 	 600 Beschäftigte beteiligen sich an den Warnstreiks bei Joyson

600 Beschäftigte beteiligen sich an den Warnstreiks bei Joyson IG Metall Aschaffenburg

Knapp 600 Beschäftigte sind am heutigen Vormittag dem Aufruf der IG Metall zu Warnstreiks in den beiden Joyson-Betrieben in Aschaffenburg gefolgt. „Die Mannschaft hat sich bewegt, jetzt ist das Management gefordert, sich zu bewegen und mit den Beschäftigten eine Lösung zu finden“, so Percy Scheidler, Erster Bevollmächtigter der IG Metall. Die Beschäftigten wurden von Delegationen aus den umliegenden Betrieben unterstützt, u.a. von gewerkschaftlichen Vertrauensleuten und Betriebsräten der Firma Linde Material Handling und Linde Hydraulics. Grußbotschaften wurden von den Gewerkschaftern von ZF-TRW übermittelt.

Seit Anfang Januar führte der Betriebsrat mit Unterstützung der IG Metall die Verhandlungen zu der Anfang Dezember vom Joyson-Management angekündigten Restrukturierung. Die Auswirkungen in Aschaffenburg: Abbau von bis zu 500 Arbeitsplätzen, die Schließung des Werks in Nilkheim und der Ausbau des Werks in Schweinheim. Das Joyson-Management spitzt die Verhandlungen zum Interessensausgleich und Sozialplan Anfang April zu und trennt diese deutlich von den am 29. März aufgenommen Tarifverhandlungen ab. Betriebsrat und IG Metall haben stets betont, dass sie betriebsbedingte Kündigungen nicht akzeptieren werden und intelligentere Lösungen zu finanzieren sind. Zielführend sei es, mit einem tarifvertraglich begleiteten Gesamtpaket den Standort in Aschaffenburg neu mit auszurichten. Nach Beratung und Beschlussfassung in Mitgliederversammlungen hat die IG Metall ihre Forderungen übermittelt: Eine nachhaltige Standort- und Beschäftigungssicherung bis 2025, die Einigung auf tarifliche Mindeststandards sowie einen gemeinsamen Entgelttarifvertrag für alle Beschäftigte.

In der Auftaktverhandlung zu den Tarifforderungen am 29. März haben die Vertreter ihre Forderungen begründet und bereits konkrete Lösungsansätze unterbreitet. Joyson (ehemals Takata) habe diese entgegengenommen und weiteren internen Abstimmungsbedarf signalisiert, so Percy Scheidler, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg, auf Anfrage. Einen weiteren Verhandlungstermin wollte man arbeitgeberseitig nicht vereinbaren. Diese Situation sowie die Stellungnahmen des Managements und der Belegschaft auf den Betriebsversammlungen am 8. und 9. April waren Anlass für die IG Metall zum Aufruf zur zunächst befristeten Arbeitsniederlegung.

Die Gewerkschaft fordert das Management von Joyson zur ernsthaften Fortführung der Tarifverhandlungen auf und zieht weitere Arbeitsniederlegungen in Erwägung. Man sei  an einer konstruktiven Gesamtlösung im Rahmen eines Zukunftspakets interessiert, so Scheidler im Ausblick.


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