Deutscher Gewerkschaftsbund

16.01.2020

GEW zeigt Piazolo die rote Karte

GEW

Würzburg. Am Samstag, den 18. Januar ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Kundgebung „Es reicht: Rote Karte für´s Kultusministerium“ auf. Die Kundgebung findet von 15 bis 16 Uhr auf dem Unteren Markt in Würzburg statt.

Der Zorn der GEW und vieler betroffener Lehrkräfte gilt Kultusminister Prof. Michael Piazolo (Freie Wähler), der aufgrund des Lehrermangels in Bayern die Arbeitszeit der Lehrkräfte an Grund-, Mitte- und Förderschulen erhöhen will.

In einer Pressemitteilung formuliert die GEW wie Folgt:

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Unterfranken warnt seit 1970 vor dem Lehrkräftemangel an Bayerns Schulen[1]. Wie es scheint, 50 Jahre vergebens: Nun hat Kultusminister Piazolo an Grund- Mittel- und Förderschulen die Arbeitszeit erhöht, verordnet den Lehrkräften eine längere Lebensarbeitszeit, streicht Erholungszeiten und schränkt Teilzeitarbeit ein. "Auf ein marodes Gebäude kann man nicht einfach eine Etage aufstocken," kritisiert Martin Heilig, der GEW Bezirksvorsitzende. "Das geht gar nicht."

Betroffenen sind, hilflos, wütend, enttäuscht

Die GEW kündigt in Unterfranken Widerstand an. Maßnahmen wie Dienst nach Vorschrift, Streichung der privaten Ausgaben für den Unterricht, Aussetzen der freiwilligen Zusatzaufgaben wie Systembetreuung, Klassenfahrten, Schulfeste werden diskutiert. Zunächst rufen wir noch im Januar zu einer Demonstration in Würzburg auf. "Es reicht!", sagt Heilig.

 

 


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