Deutscher Gewerkschaftsbund

15.05.2019

Zukunftsdialog mit Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog

DGB Kreisverbandsvorsitzender Björn Wortmann traf sich mit Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog im Rahmen des DGB Zukunftsdialogs. Themen waren "Bezahlbarer Wohnraum" und die "Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt".

DGB Kreisverbandsvorsitzender Björn Wortmann traf sich mit Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog im Rahmen des DGB Zukunftsdialogs. Themen waren "Bezahlbarer Wohnraum" und die "Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt". DGB Unterfranken

Aschaffenburg. „Reden wir über…?“ ist die Eingangsfrage des DGB Zukunftsdialogs. Der DGB Kreisverband Aschaffenburg Miltenberg hat schon mit vielen Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus der Region im Rahmen des Zukunftsdialog gesprochen. Nun traf sich DGB Kreisverbandsvorsitzender Björn Wortmann mit Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog zum Zukunftsdialog. Themen waren "Bezahlbarer Wohnraum" und die "Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt".

Ende März wurde in der Aschaffenburger Innenstadt ein Aktionstag zum Thema „bezahlbarer Wohnraum durchgeführt. Mit dabei war auch Carola Rößl vom Deutschen Mieterbund Aschaffenburg. Sie  wies daraufhin, dass in der Region bayerischer Untermain rund 1300 Wohnungen vom Verkauf der Gemeinnützigen Bayerischen Wohnungsgesellschaft (GBW) betroffen waren. DGB Kreisvorsitzender Wortmann dazu:  „Der Verkauf tausender Sozialwohnungen hat den Wohnungsmarkt in Bayern massiv unter Druck gesetzt. Private Investoren bieten bei Neubauten und Renovierungen vor allem hochpreisigen Wohnraum an, die sich Normalverdiener nicht mehr leisten können. Deswegen fordern wir als DGB die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum für ein gutes Leben, damit das hart erarbeitete Einkommen nicht komplett für den Wohnraum draufgeht.“

Oberbürgermeister Klaus Herzog ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ein wichtiges Anliegen. Dabei ist die Stadtbau ein ganz wichtiger Akteur auf dem Aschaffenburger Wohnungsmarkt. Die Stadtbau bietet sicheren und bezahlbaren Wohnraum in Aschaffenburg an. Mit nachhaltiger Bestandspolitik, attraktiver und zeitgemäßer Modernisierung, energieeffizienter Sanierung sowie mit der Erstellung von Neubauten verwaltet und erhält sie mehr als 3200 Wohnungen im Stadtgebiet Aschaffenburg.

Wie wirkt sich Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt aus - ganz konkret hier in unserer Region bayerischer Untermain?

Es gibt eine Prognose des IAB zu Gewinn und Verlust von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung. Ergebnis ist, dass bis zum Jahr 2035 sich die Verluste und Gewinne an Arbeitsplätzen in etwa die Waage halten werden. Die Digitalisierung hat damit kaum Auswirkungen auf das Gesamtniveau der Beschäftigung. Das hört sich zunächst beruhigend an, aber dahinter stehen gewaltige Veränderungsprozesse.

Laut der Studie sollen 20% der Beschäftigten in der Region im Zuge der Digitalisierung substituierbar bzw. ersetzbar sein: einer der höchsten Werte in Bayern. Im Agenturbezirk Aschaffenburg arbeiten derzeit 145.000 Beschäftigte. Wenn man das Substituierbarkeitspotenzial von 20% auf die tätigen Menschen hier in der Region überträgt, dann wären fast 29.000 erwerbstätige Menschen von Substituierung betroffen. Es stellt sich die Frage, was wir tun müssen, damit die 29.000 KollegInnen nicht ihren Job verlieren und die Jobs ausüben können, die neu entstehen?

Digitale Arbeitsprozesse erfordern neue Berufs-, Tätigkeits- und Qualifikationsprofile.  Es muss daher eine präventive Strategie für die Region bayerischer Untermain entwickelt werden. Wir brauchen ein Projekt in der Region, bei dem wir proaktiv das Thema anpacken. Oberbürgermeister Klaus Herzog sagte seine Unterstützung bei der Umsetzung eines solchen Projekts zu und gab zu bedenken, dass alle Arbeitsmarktrelevanten Akteure eingebunden werden müssten, um den Prozess auf starke Beine zu stellen und nachhaltig zu organisieren.

 


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