Deutscher Gewerkschaftsbund

10.06.2024

Streik der Service Beschäftigten an der Uniklinik Würzburg hat kein Ende

Es geht in dieser Auseinandersetzung um die Angleichung der Arbeits- und Einkommensbedingungen an die Bedingungen im Mutterhaus. Die Beschäftigten des Service sind essenziell für den Klinikbetrieb.

Dazu Stefan Kimmel, ver.di Gewerkschaftssekretär Bezirk Würzburg-Aschaffenburg: „Das fragwürdige Konstrukt der Uniklinik Würzburg – UKW Service GmbH- um Dumpinglöhne zahlen zu können ist skandalös und geht nicht nur zu Lasten der Beschäftigten, es geht zudem zu Lasten der Sozialkassen.“

Nach 14 Tagen Arbeitskampf bei den Service Beschäftigten der Uniklinik Würzburg, gibt es keine Anzeichen, dass die Arbeitgeberseite in Würzburg ihre Blockadehaltung aufgibt.

Die Gewerkschaft ver.di hält somit den Druck auf die Arbeitgeberseite in Würzburg aufrecht und ruft die Beschäftigten der UKW Service- GmbH in der 24. Kalenderwoche zum Streik auf.

Der Streik beginnt mit Beginn des Frühdiensts am Morgen des 10.6.2024 und endet nach dem Nachtdienst am Morgen des 12.06.2024.

Die KDL GmbH an der Uniklinik in Regensburg ist aus dem „Dreiklang“ der drei Bayerischen Unikliniken Regensburg, Erlangen und Würzburg ausgeschert und hat seine Blockadepolitik aufgegeben. Die KDL hat zugesagt ein „ernstzunehmendes Verhandlungsangebot“ auf den Verhandlungstisch zu legen und mit ver.di Termine für Tarifverhandlungen vereinbart.

Dieser Schritt ist auch in Würzburg überfällig!

Dazu Stefan Kimmel, Gewerkschaftssekretär Würzburg-Aschaffenburg: „Die Blockadehaltung der UKW Service-GmbH in Würzburg passt nicht in die heutige Zeit, eine Arbeit von der man nicht leben kann, eine Erwerbsleben, bei dem Altersarmut vorprogrammiert ist, kann nicht von der Gesellschaft toleriert werden.“ Kimmel weiter: „Richtig übel, geradezu skandalös, ist dabei, dass die Uniklinik Würzburg 51% an der Service GmbH hält. Somit nimmt die Uniklinik Würzburg bzw. der Freistaat Bayern billigend in Kauf, dass die Service Kolleg*innen zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden. Ramona Molisz, Servicekraft / Modulversorgung ergänzt: „Wir machen unsere Arbeit gerne und gut. Aber damit nach einem Erwerbsleben bei der UKW Service GmbH die Rente zum Leben reicht, werden die Kolleg*innen auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Ich komme mir vor wie ein Mensch zweiter Klasse.“

 


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