Deutscher Gewerkschaftsbund

07.02.2017
Protest gegen Naziaufmarsch

Kein Platz für Faschisten

Würzburg. Am 18. Februar 2017 plant die Nachfolgeorganisation des verbotenen Neonazinetzwerkes, die Partei "III.Weg" einen Aufzug in Würzburg. Dagegen formiert sich Protest: Die Initiative „Würzburg lebt Respekt!“ ruft zur Gegendemonstration unter dem Motto „Neonazis stoppen!" auf. „Inzwischen haben sich uns viele Organisationen, Verbände und Parteien aus allen Teilen der Gesellschaft angeschlossen“, sagt Frank Kempe, von „Würzburg lebt Respekt!“

Folgende Organisationen unterstützen bisher die Demonstration: AfA in der evangelischen Kirche, Amnesty Hochschulgruppe Würzburg, DGB Jugend Unterfranken, Die Linke Würzburg/Main-Spessart, Die Linke Kitzingen, Die Partei Aschaffenburg, Florakreis Würzburg, Grüne Hochschulgruppe Würzburg, Grüne Jugend Würzburg, Bündnis 90/Die Grünen Würzburg Stadt, IG Metall Würzburg, KHG Würzburg, Mehr als 16a - Asyl-AK, Mergentheim gegen Rechts, Jusos Würzburg Stadt, Juso Hochschulgruppe, NoFragida, Stammheim ist bunt, ver.di Jugend Würzburg/Aschaffenburg, Würzburger Montagsspaziergang, SPD Würzburg und das Würzburger Bündnis für Zivilcourage. 

Was plant "Würzburg lebt Respekt"? Am 18. Februar 2017 um 13.30 Uhr startet eine Auftaktkundgebung am Oberen Markt, bei der zunächst Eva-Maria Krumm sprechen wird: Sie ist neben Frank Kempe Versammlungsleiterin der Demonstration. Die Demo-Route soll über die Juliuspromenade, die Theater- und die Ludwigstraße zum Rennweger Ring führen. Die Abschlusskundgebung findet dann vor der St.-Johannes-Kirche in der Hofstallstraße statt.

Hier werden Annette Ludwig (Aktivistin der Anti-Pegida-Organisation „NoFragida“), Burkhard Hose (Katholischer Hochschulpfarrer und Mitglied des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage), Claudia Stamm (Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Anna-Katrin Kroll (Sekretärin der DGB Jugend Unterfranken) und Simone Barrientos (Mitglied im Landesvorstand der Partei Die Linke Bayern) sprechen. Für Musik sorgt die Würzburger Reggae-Combo „Soulconnection“. Im Umfeld der Kundgebung werden Suppe und warme Getränken gegen Spende ausgegeben.

Unterdessen hat der DGB in Würzburg seinen Forderung erneuert, die Partei "III. Weg" zu verbieten. Die Nazigruppe habe sich nach DGB Angaben als Partei formiert und stehe in direkter Nachfolge des verbotenen Netzwerkes "Freies Netz Süd". Inhalte und Personen des "III. Weges" und des "Freies Netz Süd" seien identisch. Gewerkschaftssekretär Norbert Zirnsak spricht in Sachen "III. Weg" von einer "Chaostruppe in Springerstiefeln", die mit einer "absurden Mischung aus faschistischer Ideologie und rassistischer Menschenverachtung" hausieren gehe. Einzelnen Akteuren dieser Partei würden Kontakte zum rechtsterroristischen NSU nachgesagt. Der DGB fordert: "Die Verwaltung ist aufgerufen, die gute städtische Tradition fortzusetzen und den Naziaaufmarsch am 18. Februar zu zu verbieten". 


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