Deutscher Gewerkschaftsbund

10.02.2015
Für ein buntes Würzburg

Mitmenschlichkeit und Solidarität sind der Maßstab

Norbert Zirnsak: "Wer mehr Demokratie will, wer mehr Solidarität will, wer soziale Gerechtigkeit fordert, wer gute Löhne und gute Arbeit, oder wer mehr Glaubwürdigkeit in der Politik will, der hat bei WügIdA mit Sicherheit nichts verloren!“

Norbert Zirnsak: "Wer mehr Demokratie will, wer mehr Solidarität will, wer soziale Gerechtigkeit fordert, wer gute Löhne und gute Arbeit, oder wer mehr Glaubwürdigkeit in der Politik will, der hat bei WügIdA mit Sicherheit nichts verloren!“ DGB Unterfranken

Würzburg. Fast 400 Menschen sind einem Aufruf des DGB Würzburg gefolgt, um gegen die montäglichen Aufzüge der sogenannten Gruppe WügIdA (Würzburg gegen die Islamisierung des Abendlandes) zu demonstrieren. DGB Regionssekretär Norbert Zirnsak bei der Kundgebung am Unteren Markt: „Wir wollen in einer Stadt des Frohsinns leben, in einer Stadt, in der Mitmenschlichkeit und Solidarität der Maßstab sind. Wir stehen für Respekt und gegen Rassismus.“

Seit mittlerweile 12 Montagen demonstriert der Würzburger Ableger der PEgIdA-Bewegung. Waren es zwischenzeitlich bis zu 250 Anhänger, gehen im Augenblick noch rund 80 Teilnehmer zu den WügIdA-Aufzügen. An allen Montagen gab es erheblichen Protest. Unmittelbar an der Aufmarschroute, aber auch während angemeldeter Demonstrationen und Kundgebungen fanden sich in der Spitze bis zu 2.000 WügIdA-Gegner zusammen. Beim Gegenprotest waren es vor allen Dingen die Würzburger Montagsspaziergänger rund um Jenifer und Claudia Gabel, sowie Wigbert Baumann, die Demonstrationen und Kundgebungen anmeldeten. Nachdem diese private Demoinitiative organisatorisch an ihre Grenzen stieß, übernahmen Sebastian Roth (Die Linke) und Frank Kempe (IG Metall), die SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der DGB die Demovorbereitungen.

Seit mittlerweile 12 Montagen demonstriert der Würzburger Ableger der PEgIdA-Bewegung. Waren es zwischenzeitlich bis zu 250 Anhänger, gehen im Augenblick noch rund 100 Teilnehmer zu den WügIdA-Aufzügen. An allen Montagen gab es erheblichen Protest. Unmittelbar an der Aufmarschroute, aber auch während angemeldeter Demonstrationen und Kundgebungen fanden sich bis zu 2.000 WügIdA-Gegner zusammen.

Seit mittlerweile 12 Montagen demonstriert der Würzburger Ableger der PEgIdA-Bewegung. Waren es zwischenzeitlich bis zu 250 Anhänger, gehen im Augenblick noch rund 100 Teilnehmer zu den WügIdA-Aufzügen. An allen Montagen gab es erheblichen Protest. Unmittelbar an der Aufmarschroute, aber auch während angemeldeter Demonstrationen und Kundgebungen fanden sich bis zu 2.000 WügIdA-Gegner zusammen. DGB Würzburg

Der Würzburger PEgIda-Ableger ist eine Truppe aus Rechtsextremen, aus AfD und NPD Leuten, aus Idenditären und ewig Gestrigen. Norbert Zirnsak: Diesen Leuten geht es nicht um Demokratie, oder um Solidarität. Diese Leute tragen den Hass auf unsere Straßen, wer sich diesen Leuten anschließt, der weiß genau, dass er sich zum Fußvolk des Rassismus macht. Wer mehr Demokratie will, wer mehr Solidarität will, wer soziale Gerechtigkeit fordert, wer gute Löhne und gute Arbeit, oder wer mehr Glaubwürdigkeit in der Politik will, der hat bei WügIdA mit Sicherheit nichts verloren!“

Die WügIdA Demonstrationen werden von Simon Kaupert, einem Identitären aus dem rechten studentischen Milieu angeführt. Die Gruppe bietet Aktivisten aus dem verbotenen „Freies Netz Süd“ Unterschlupf. Es gab sogar Gesprächsangebote des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage. Diese Gespräche kamen nicht zustande, weil die Kameraden um Simon Kaupert eine Distanzierung von Neonazis ablehnten. Norbert Zirnsak am Unteren Markt: „Wer sich nicht von Nazis distanziert und wer Akteuren einer verbotenen Nazistruktur Unterschlupf bietet, der braucht nicht zu erwarten, dass die Zivilgesellschaft auch nur einen Millimeter auf sie zugeht“.

An den WügIdA Demonstrationen werden von Simon Kaupert, einem Identitären aus dem rechten studentischen Milieu angeführt. Die Gruppe bietet Aktivisten aus dem verbotenen „Freies Netz Süd“ Unterschlupf. Es gab sogar Gesprächsangebote des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage. Diese Gespräche kamen nicht zustande, weil die Kameraden um Simon Kaupert eine Distanzierung von Neonazis ablehnte.

An den WügIdA Demonstrationen werden von Simon Kaupert, einem Identitären aus dem rechten studentischen Milieu angeführt. Die Gruppe bietet Aktivisten aus dem verbotenen „Freies Netz Süd“ Unterschlupf. Es gab sogar Gesprächsangebote des Würzburger Bündnisses für Zivilcourage. Diese Gespräche kamen nicht zustande, weil die Kameraden um Simon Kaupert eine Distanzierung von Neonazis ablehnte. DGB Unterfranken

Norbert Zirnsak kündigte weiteres gewerkschaftliches Engagement an: „Wir stehen für gute Arbeit und für ein gutes Leben. Allen, die sich gegen diese Werte stellen, werden wir beherzt entgegentreten! Das ist die Lehre aus der Geschichte und unsere Verpflichtung hier zu stehen. Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!“

Im weiteren Verlauf der DGB Kundgebung sprachen der erste Vorsitzende der Leonhard-Frank-Gesellschaft, Michael Henke, ver.di-Sekretär Peter König und Stefan Lutz-Simon von Schule ohne Rassismus. Michael Henke erinnerte an das Wirken des Würzburger Dichters Leonhard Frank. Er nahm Bezug auf Franks Antikriegsstück „Der Mensch ist gut“. Michael Henke: „PEgIdA oder WügIdA sind weit davon entfern, das Volk zu vertreten. Sie sind nichts anderes als ein völkischer Zwergenaufstand“. Stefan Lutz-Simon lobte in seinem Beitrag das Engagement zahlreicher junger Aktiver, die im Rahmen der Plattform NoWÜGIDA „hervorragende Mobilisierungs- und Recherchearbeit leisten“.

Der Demonstrationszug wurde von der Musikgruppe Samba Osenga begleitet. Während der Kundgebung gab es Musik von der DGB Songgruppe. Für kommenden Rosenmontag gibt es nach aktuellem Stand keine WügIdA-Demo. Stefan Lutz-Simon in einer Prognose: WügIdA wird es nicht mehr lange geben.


Nach oben