Deutscher Gewerkschaftsbund

08.05.2015

"Schweinfurt ist bunt" unterstützt Stammheim

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz „Schweinfurt ist bunt“ ruft auf am 24. Mai, dem Pfingstsonntag, zur ökumenischen Andacht nach Stammheim im Landkreis Schweinfurt zu kommen. Die gemeinsame Andacht der beiden christlichen Kirchen soll um 16 Uhr am Dorfweiher in Stammheim beginnen. Sie gilt der Eröffnung der Parteizentrale der neonazistischen Kleinpartei „Die Rechte“, die am selben Tag stattfinden wird.

Für das breite gesellschaftliche Bündnis „Schweinfurt ist bunt“, dem Gewerkschaften, Kirchen, Verbände und Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens sowie alle im Bundestag vertretenen Parteien angehören ist die Niederlassung der Rechtsextremen im Landkreis Schweinfurt Herausforderung und Bedrohung zugleich. Schweinfurt ist bunt sieht es als bürgerliche Pflicht rassistischen, menschenfeindlichen Ideologien entschlossen entgegenzutreten. Denn darum gehe es, wie Bündnissprecher Frank Firsching meint: „Heute vor 70 Jahren wurden unsere Eltern und Großeltern vom Naziregime befreit. Unsere Verantwortung besteht darin, Sorge zu tragen, dass der Rassenwahnsinn in unserem Land keine Chance mehr bekommt sich auszubreiten.“

Mit dem Aufruf am 24.Mai will das Schweinfurter Bündnis auch „Stammheim ist bunt“ stärken. Weil es enorm wichtig sei vor Ort deutlich zu machen, dass „Die Rechte“ hier unerwünscht ist. Dabei gehe es nicht nur um den Ruf Stammheims. Es gehe um das Entgegnen rechtsradikaler, rassistischer Ideologien und um Aufklärung über deren menschenverachtenden Ziele. Gleichzeitig gehe es um den Schutz der Flüchtlinge und Asylbewerber in Stadt und Landkreis Schweinfurt. Insbesondere für diese Menschen bedeuten die Rechtsradikalen eine Gefahr an Leib und Leben, wie aus einer aktuellen Zusammenstellung der Landtagsfraktion Bündndis90/Die Grünen hervor gehe. Demnach stieg die Anzahl den Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Bayern von je zwei in den Jahren 2011 und 2012 auf 25 im Jahr 2014. Dazu häufen sich Kampagnen von Rassisten, die sich gegen Flüchtlinge wenden und die Bürgerschaft aufhetzten. Diesen zu erwartenden Aktionen Aufklärung und Engagement entgegen zu setzen sei die Herausforderung für Schweinfurt ist bunt und allen demokratischen Kräften in der Region.

DGB Ufr.


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