Deutscher Gewerkschaftsbund

14.06.2018
Arbeitnehmerempfang am 27.04.2018 in Miltenberg

Vielfalt - Gerechtigkeit - Solidarität!

Klarinettentrio Musikschule

Klarinettentrio Musikschule DGB Kreisverband Aschaffenburg /Miltenberg

Miltenberg: Der Tradition verpflichtend fand vor dem 1. Mai 2018 wieder ein Arbeitnehmerempfang im Kreis Miltenberg statt. Im „Alten Rathaus“ in Miltenberg konnte der stellvertretende DGB Kreisverbandsvorsitzende Manfred Höfler, einige Ehrengäste und etliche Betriebs- und Personalräte aus dem Landkreis begrüßen.

Der stellvertretende Landrat Herr Thorsten Meyerer und der Präsident des Bezirkstages Herr Erwin Dotzel richteten inhaltsvolle Grußworte an die Gäste.

In der Begrüßungsrede ging Manfred Höfler zuerst auf die Wichtigkeit und den Inhalt unseres 1. Mai Mottos ein: Vielfalt -  Gerechtigkeit – Solidarität! Alle drei Begriffe  sind enorm wichtige Themen, die für die Entwicklung einer demokratischen Kultur unabdingbar sind. Nicht nur national sondern auch international bedeutend. Wir müssen den Versuchen verschiedener Populisten, unsere demokratische Gesellschaft zu entzweien, entschieden entgegentreten. Wir sind eine demokratische Gesellschaft verschiedenster Nationalitäten die sich gegenseitig helfen und unterstützen, in der Arbeit und im privaten Leben. Das können wir noch verbessern, aber nicht im Rückwärtsgang, so wie es verschiedene Politiker der AFD gerne hätten.

Als großen Erfolg für unseren DGB Kreisverband Aschaffenburg /Miltenberg sehen wir die Etablierung einer Jugendberufsagentur im Landkreis Miltenberg.

 

Gäste

Gäste DGB Kreisverband Aschaffenburg /Miltenberg

Meine DGB Kollegen Björn Wortmann und Rudi Großmann haben zusammen vor rund 3 Jahren dazu erste Gespräche mit dem Landrat geführt und seitdem nicht mehr locker gelassen. Sei es auf Sitzungen in der Agentur für Arbeit oder bei Gesprächen in der Fachkräfteallianz. 2018 ist es nun soweit: die Jugendberufsagentur kommt und viele Jugendliche und junge Erwachsene mit Förderbedarf im Landkreis Miltenberg werden davon profitieren. Das Ziel ist, der jungen Generation Perspektiven aufzuzeigen und den Weg in eine berufliche Ausbildung oder zurück ins Arbeitsleben zu ebnen. 

Wir als DGB Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg sehen es als großen Erfolg, dass unsere Forderung nach 3 Jahren nun konkret umgesetzt wird.

Ein brisantes Thema ist der mögliche Verlust von Arbeitsplätzen im Rahmen der Digitalisierung. In der Region Aschaffenburg/Miltenberg sind laut einer Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung(IAB) ungefähr 6000 Arbeitsplätze und Beschäftige betroffen. Als eine Chance das zu verhindern oder abzufedern, sehen wir die regionale Fachkräfteallianz der Initiative Bayerischer Untermain, in der sich auch der DGB Kreisverband Aschaffenburg/Miltenberg engagiert. 

Der hohe Anteil an geringfügig oder in Teilzeit Beschäftigten im Landkreis macht uns Sorgen. Mittlerweile gibt es im Landkreis Miltenberg etwa 11.000 Teilzeitbeschäftigte, darunter sehr viele Frauen. Andererseits heißt es im bayerischen Sozialbericht 2017, dass in Bayern Vollbeschäftigung herrsche und der Wohlstand bei allen Generationen ankomme. Das ist zu Allgemein und nicht für alle Landkreise gültig. Es zeigt uns, dass wir uns auch weiterhin verstärkt für die Menschen in unserer Region einsetzen müssen.

 

DGB Kreisverband Aschaffenburg /Miltenberg

Der stellvertretende Landrat Thorsten Meyerer zählte Themen auf, denen sich die Gewerkschaften heute stellen müssten. Vieles haben die Gewerkschaften schon geschafft – wie Mindestlohn oder das 13. Monatseinkommen. Es gebe aber immer noch viel zu tun. Zum Beispiel gelte es nach wie vor, die Leiharbeit einzugrenzen. Weitere Kernpunkte, für die sich die Gewerkschaftsvertreter stark machten, seien ein guter Arbeitsplatz, faire Bezahlung, soziales Arbeitsklima oder eine auskömmliche Rente. Dafür muss immer wieder gekämpft werden. 

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, schloss sich der Botschaft Meyerers und Höflers an. Er sieht aber auch in der Gleichstellung von Mann und Frau ein wichtiges Thema. Undenkbar in der heutigen Zeit sei es, dass es noch vor gut 50 Jahren kein Arbeitsrecht oder ein eigenes Konto für die Frau gab. Er rief dazu auf, ständig und immer wieder aufs Neue um diese Werte zu kämpfen.

Umrahmt wurde der Arbeitnehmerempfang vom Klarinettentrio der Musikschule Miltenberg, mit wunderbar vorgetragenen Werken verschiedener Künstler.

 


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