Deutscher Gewerkschaftsbund

18.04.2017
34. Ostermarsch in Würzburg

Aufrüstung und Rüstungsexporte im Blick

Würzburg. „Deutschland macht Krieg mit Aufrüstung und Rüstungsexporten“ lautete das Motto des 34. Ostermarsches am Samstag in Würzburg. 250 Friedensaktivisten, darunter zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, folgten dem traditionellen Aufruf der Friedensbewegung rund um den Verein ÖKOPAX e.V. Bei der Schlusskundgebung am Barbarossaplatz beschäftigten sich Uta Deitert (ÖKOPAX e.V. Würzburg) und Thomas Rödl (DFG-VK Bayern ) mit der Rolle Deutschlands in gegenwärtigen Kriegen. 

Uta Deitert von ÖKOPAX e.V. verwies darauf, dass Deutschland im Jahr 2015 seine Waffenexporte im Vergleich zum Jahr 2014 auf rund 13 Milliarden Euro verdoppelt habe, was zwischen vier bis fünf Prozent des weltweiten Handels mit Kriegsgeräten ausmache. Insgesamt brächten es die Staaten der Europäischen Union auf einen Anteil von 23 Prozent des internationalen Waffengeschäfts. Die NATO Staaten trägen mit ihrem Anteil an den Waffengeschäften die Hauptverantwortung dafür, dass Gewaltkonflikte nicht eingedämmt sondern „immer wieder neu munitioniert“ würden. 

Die Friedensaktivistin sagte: „Eine Kehrtwende in der Rüstungsexport Politik kann nur mit den Kräften der Zivilgesellschaft erreicht werden“. Uta Deitert warb für eine Unterstützung der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“. Ziel der Initiative sei eine Änderung des Grundgesetzes, um ein komplettes Verbot von Waffenexporten zu erreichen. Als wichtige nächste Schritte forderte die Rednerin beispielsweise ein Exportverbot von Kleinwaffen und Munition, sowie den Erlass eines Rüstungsexportkontrollgesetzes mit klaren, unumgänglichen Vorgaben.

Thomas Rödl, der Sprecher der DFG-VK in Bayern sagte während seiner Rede: „Wir wollen die allgemeine und vollständige Abrüstung, denn es wird erst dann mit Sicherheit keinen Krieg mehr geben, wenn es keine Mittel der Kriegführung mehr gibt.“ Es reiche nicht zu sagen man wolle keinen Krieg. Vielmehr müsse man sagen: „Wir wollen kein Militär, damit Ihr keinen Krieg führen könnt! Wir wollen Militär abschaffen“, so Thomas Rödl.

 

250 Friedensaktivisten, darunter zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, folgten dem traditionellen Aufruf der Friedensbewegung rund um den Verein ÖKOPAX e.V. „Deutschland macht Krieg mit Aufrüstung und Rüstungsexporten“, lautete das Motto des 34. Würzburger Ostermarsches am 15. April 2017.

250 Friedensaktivisten, darunter zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, folgten dem traditionellen Aufruf der Friedensbewegung rund um den Verein ÖKOPAX e.V. „Deutschland macht Krieg mit Aufrüstung und Rüstungsexporten“, lautete das Motto des 34. Würzburger Ostermarsches am 15. April 2017. Foto: DGB Würzburg

Uta Deitert von ÖKOPAX e.V. verwies darauf, dass Deutschland im Jahr 2015 seine Waffenexporte im Vergleich zum Jahr 2014 auf rund 13 Milliarden Euro verdoppelt habe, was zwischen vier bis fünf Prozent des weltweiten Handels mit Kriegsgeräten ausmache.

Uta Deitert von ÖKOPAX e.V. verwies darauf, dass Deutschland im Jahr 2015 seine Waffenexporte im Vergleich zum Jahr 2014 auf rund 13 Milliarden Euro verdoppelt habe, was zwischen vier bis fünf Prozent des weltweiten Handels mit Kriegsgeräten ausmache. Foto: Horst Klieber

Thomas Rödl, der Sprecher der DFG-VK in Bayern sagte während seiner Rede: „Wir wollen die allgemeine und vollständige Abrüstung, denn es wird erst dann mit Sicherheit keinen Krieg mehr geben, wenn es keine Mittel der Kriegführung mehr gibt.“

Thomas Rödl, der Sprecher der DFG-VK in Bayern sagte während seiner Rede: „Wir wollen die allgemeine und vollständige Abrüstung, denn es wird erst dann mit Sicherheit keinen Krieg mehr geben, wenn es keine Mittel der Kriegführung mehr gibt.“ Foto: Horst Klieber

„Deutschland macht Krieg mit Aufrüstung und Rüstungsexporten“ lautete das Motto des 34. Ostermarsches am Samstag in Würzburg. 250 Friedensaktivisten, darunter zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, folgten dem traditionellen Aufruf der Friedensbewegung rund um der Verein ÖKOPAX e.V. Im Bild die Gewerkschafter von Links: Thomas Seubert, Wolfgang Ziller und Norbert Zirnsak.

„Deutschland macht Krieg mit Aufrüstung und Rüstungsexporten“ lautete das Motto des 34. Ostermarsches am Samstag in Würzburg. 250 Friedensaktivisten, darunter zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, folgten dem traditionellen Aufruf der Friedensbewegung rund um den Verein ÖKOPAX e.V. Im Bild die Gewerkschafter von Links: Thomas Seubert, Wolfgang Ziller und Norbert Zirnsak. Foto: Horst Klieber


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