Deutscher Gewerkschaftsbund

01.06.2017
DGB Aktionstag:

In der Rentenpolitik Druck machen!

Kolleginnen und Kollegen in der Würzburger Innenstadt

Kolleginnen und Kollegen in der Würzburger Innenstadt Foto: DGB Unterfranken

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in Unterfranken führten am gestrigen Mittwoch (31.05.2017) einen Aktionstag zur Rentenpolitik durch. Der Aktionstag war Teil der bundesweiten Gewerkschaftskampagne „Rente muss reichen“. In Aschaffenburg, Würzburg, Lohr und in Schweinfurt machten Kolleginnen und Kollegen an den Bahnhöfen auf die rentenpolitischen Vorschläge der Gewerkschaften aufmerksam. In Würzburg informierten Helferinnen und Helfer außerdem in der Innenstadt. 

DGB Sekretär Norbert Zirnsak zur Aktion in Würzburg: „Das Thema Rente steht endlich Blickpunkt und wird zum Wahlkampfthema bei der Bundestagswahl am 24. September. Das Rentenniveau muss deutlich rauf! Jetzt gilt es Druck zu machen, um die gesetzliche Rente zu stärken“.

Am Schweinfurter Hauptbahnhof starteten die Kolleginnen und Kollegen früh um 6 Uhr. Die Gewerkschafter begrüßten Pendler, ankommende und abfahrende Reisende, aber auch Schülerinnen und Berufsschüler mit Müsli Riegeln, Kaffee und Tee. Es ging Ihnen um nichts weniger als um die Rente, die für ein würdevolles Leben im Alter reichen muss. 

Kolleginnen und Kollegen am Schweinfurter Hauptbahnhof

Kolleginnen und Kollegen am Schweinfurter Hauptbahnhof Foto: DGB Unterfranken

Und eben das sieht der DGB aufgrund der ständigen Rentenkürzungsprogramme nicht mehr für alle gewährleistet. Als die rot-grüne Bundesregierung Anfang des neuen Jahrtausends entschied des Rentenniveau immer weiter zu kürzen um die Rentenbeiträge für die Arbeitgebern niedrig zu halten, waren es die Versicherungskonzerne, Arbeitgeberverbände, Christdemokraten und die FDP, die kräftig applaudierten. Denn von nun an sollten die Beschäftigten privat vorsorgen, mit staatlicher Förderung. Heute wissen wir: Das Konzept geht für Viele nicht auf. Zu gering der Verdienst im wachsenden Niedriglohnsektor um vier Prozent des Einkommens in eine private Altersvorsorge zu stecken, zu unsicher eine große Anzahl von Beschäftigungsverhältnissen um planen zu können, zu gering die Zinssätze um eine Rendite zu erwirtschaften. Summa summarum: Die Altersarmut hat sich zum echten Gespenst der Zeit entwickelt, besser ausgedrückt: „Altersarmut wurde herbei regiert“, fasst Frank Firsching, DGB Geschäftsführer in Unterfranken die Lage zusammen.

Kollegen am Infostand in Aschaffenburg

Kollegen am Infostand in Aschaffenburg Foto: DGB Unterfranken

Die Gewerkschaften im DGB wollen den politisch verordneten Rentensinkflug stoppen. Deshalb haben sie im Herbst mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Auf den Postkarten, die bundesweit verteilt wurden, stehen die Vorschläge des DGB für höhere Renten: 

- Wir wollen eine gesetzliche Rente, die für ein gutes Leben reicht: Rentenniveau auf dem heutigen Stand von 48 Prozent stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent! 

- Wir wollen den Schutz der Rentenversicherung aus Selbstständige ausweiten und die Erwerbsminderungsrente verbessern! 

- Alle müssen die Chance haben, gesund und aus guter Arbeit in Rente zu gehen. Wir brauchen abgesicherte Übergänge – kein höheres Renteneintrittsalter! 

Hintergrund:

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt. Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent.

 

Kolleginnen und Kollegen in Würzburg. DGB Sekretär Norbert Zirnsak: „Das Thema Rente steht endlich Blickpunkt und wird zum Wahlkampfthema bei der Bundestagswahl am 24. September. Das Rentenniveau muss deutlich rauf! Jetzt gilt es Druck zu machen, um die gesetzliche Rente zu stärken“.

Kolleginnen und Kollegen in Würzburg. DGB Sekretär Norbert Zirnsak: „Das Thema Rente steht endlich Blickpunkt und wird zum Wahlkampfthema bei der Bundestagswahl am 24. September. Das Rentenniveau muss deutlich rauf! Jetzt gilt es Druck zu machen, um die gesetzliche Rente zu stärken“. Foto: DGB Unterfranken

Am Infostand in Aschaffenburg

Am Infostand in Aschaffenburg Foto: DGB Unterfranken

Am Schweinfurter Hauptbahnhof starteten die Kolleginnen und Kollegen früh um 6 Uhr. Die Gewerkschafter begrüßten Pendler, ankommende und abfahrende Reisende, aber auch Schülerinnen und Berufsschüler mit Müsli Riegeln, Kaffee und Tee. Es ging Ihnen um nichts weniger als um die Rente, die für ein würdevolles Leben im Alter reichen muss.

Am Schweinfurter Hauptbahnhof starteten die Kolleginnen und Kollegen früh um 6 Uhr. Die Gewerkschafter begrüßten Pendler, ankommende und abfahrende Reisende, aber auch Schülerinnen und Berufsschüler mit Müsli Riegeln, Kaffee und Tee. Es ging Ihnen um nichts weniger als um die Rente, die für ein würdevolles Leben im Alter reichen muss.
Foto: DGB Unterfranken

Würzburg Hauptbahnhof: Hier informieren Kolleginnen und Kollegen des DGB Kreisvorstandes im Landkreis  Main-Spessart. Zuvor fuhren sie mit dem Zug von Mittelsinn über Gemünden nach Würzburg.

Würzburg Hauptbahnhof: Hier informieren Kolleginnen und Kollegen des DGB Kreisvorstandes aus dem Landkreis Main-Spessart. Zuvor fuhren sie mit dem Zug von Mittelsinn über Gemünden nach Würzburg. Foto: DGB Unterfranken


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