Deutscher Gewerkschaftsbund

27.11.2017
DGB Region Unterfranken

Erfolgreiche Klausurtagung: Jahresplanung 2018 steht

DGB Orgasekretär Björn Wortmann

DGB Orgasekretär Björn Wortmann Foto: DGB Region Ufr.

Elfershausen. Traditionell am letzten Novemberwochenende findet sich das Team der DGB- Region Unterfranken mit den unterfränkischen DGB- Kreisvorsitzenden zur Klausurtagung zusammen, um politisch zu diskutieren, zurück zu schauen und das nächste Jahr zu planen. Wir tun das sehr gerne im Hotel Ullrich in Elfershausen, Landkreis Bad Kissingen.

Fünfzehn Kreisvorstandsmitglieder und drei hauptamtliche DGB- Sekretäre verständigten sich auf folgende inhaltlichen Schwerpunkte für 2018: Arbeitszeitdebatte im Kontext der Digitalisierung, Rente und Gesundheit/ Pflege. Dazu kommt die bayerische Landtagswahl im September und selbstverständlich die Begleitung der zu bildenden neuen Bundesregierung, wie immer sie auch aussehen wird. Dazu kommen Veranstaltungen der Kreisverbände zu den gewerkschaftlichen Traditionstagen wie 8. März Internationaler Frauentag, 1. Mai Internationaler Tag der Arbeit, 1. September Anti- Kriegstag, 7. Oktober Welttag für Menschenwürdige Arbeit, 9. November Reichspogromnacht. In der Würzburger Frankenwarte werden zwei DGB- Wochenendseminare angeboten. Am 02./03. März gibt es eine Seminar zu den Aufgaben der DGB- Kreisverbände und am 29./30. Juni ein Themenseminar zur Arbeitszeitdebatte. Das DGB- Forum Unterfranken soll in hochwertiger Form 2018 drei Mal stattfinden. In Würzburg zum Thema Rechtsruck in Deutschland, in Schweinfurt zum Thema Digitalisierung/ Arbeitszeit und in Aschaffenburg (Thema noch offen). Die Klausurtagung der DGB- Region Unterfranken wurde auf den 30. November/ 1. Dezember in Elfershausen gelegt. Das Jahr startet im Januar mit der Bezirkskonferenz des DGB Bayern am 26./ 27. Januar in Regensburg. Hinzu kommen die Veranstaltungen der DGB- Kreisverbände vorwiegend zu den verabredeten Themen.

 

Foto: DGB Region Ufr.

Foto: DGB Region Ufr.

Weiterführend wurde Medienarbeit zu den Betriebsratswahlen im Frühjahr, Geschichtsveranstaltungen zu „100 Jahre Räterepublik“ angeregt und die DGB Veranstaltungsreihe „Heißer Stuhl zur Landtagswahl“ für den September zu planen, wobei es nicht möglich sein wird alle zehn unterfränkischen Wahlkreise zu bedienen. Die Veranstaltungsreihe soll in Kooperation der DGB- Region und den DGB- Kreisverbänden erfolgen, wie 2017 zur Bundestagswahl. Nicht zu  vergessen die Fritz- Soldmann- Urkunde. Sie wird 2018 an die Kollegen Rudi Großmann (DGB KV Aschaffenburg- Miltenberg) und Alois Klebes (DGB KV Kitzingen) vergeben, mit jeweils einstimmigen Beschluss.

 

Foto: DGB Region Ufr.

Foto: DGB Region Ufr.

Bleibt das Kamingespräch mit dem Publizisten Richard Detje am Freitagabend. Aus Hamburg angereist meisterte Richard Detje seine Aufgabe die politische Lage zu analysieren hervorragend. Mit dem Protokoll der Jamaika- Sondierungsgespräche zwischen der Union, den Grünen und der FDP ausgestattet, wurde allen Teilnehmenden erläutert, warum die Verhandlungen mit welchem Interesse scheiterten. Die Antwort ist eindeutig: Die FDP versteht sich als Klientelpartei für die Bestverdienenden und Vermögenden, deren Interesse es ist, weniger Steuern zu zahlen. Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, den die untere Einkommenshälfte der Bevölkerung gar nicht zahlt und insbesondere von den reichsten 10 Prozent der Gesellschaft getragen wird,  war für FDP der Knackpunkt. Man bestand auf der kompletten, sofortigen Abschaffung. Da dieses FDP- Mantra nicht hundertprozentig durchzusetzen war lies die Klientelpartei die Verhandlungen platzen. Auf diesen Kern, hinterlegt mit weiteren Beispielen zeigte Detje die Probleme heutiger Politik auf: Klientelinteressen bestimmen die politische Agenda, das „große Ganze“, die „Balance in der Gesellschaft“ gerät aus dem Blick. Genug zu tun also, für den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften.

 

Teilnehmer der DGB Klausur

Teilnehmer der DGB Klausur Foto: DGB Region Ufr.


Nach oben