Deutscher Gewerkschaftsbund

02.09.2016

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Anlässlich des Antikriegstags am 1. September haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen mit den Aschaffenburger Friedenstrommlern, ATTAC, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und Halkevi zur Kundgebung am Antikriegstag eingeladen. Auf der Kundgebung im Schöntal sprachen Karl-Ernst Aulbach von den Friedenstrommlern und Bernhard Kullmann von Pax Christi.

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg DGB Unterfranken

DGB-Kreisverbandsvorsitzender Aschaffenburg-Miltenberg Rudi Großmann erinnerte bei seiner Begrüßung an den Ursprung des Antikriegstags:

„Der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Mit dem Antikriegstag erinnern die Gewerkschaften an den Überfall auf Polen und den Beginn des zweiten Weltkriegs am 1. September 1939, mit seinen 60 Millionen Toten. Sie erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden.“

 

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg DGB Unterfranken

Karl-Ernst Aulbachs Rede stand unter der Überschrift „Deutschland ist weltweit drittgrößter Waffenexporteur“. Dabei kritisierte er den Wirtschaftsminister und SPD Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel scharf, da dieser vor den Bundestagswahlen verkündet habe, er werde sich für einen restriktiven Umgang mit Waffenexport einsetzen. Von dieser Ankündigung sei nichts realisiert worden, stattdessen haben sich die Rüstungsexporte laut Rüstungsexportbericht 2015 verdoppelt. „Es ist ein Wortbruch ohne Ende“, rief Aulbach den Zuhörern zu.

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg

Ohne Waffen Frieden schaffen – Antikriegstag in Aschaffenburg DGB Unterfranken

Der Beitrag von Bernd Kullmann von Pax Christi endete in einem Appell: „Ohne Waffen – Frieden schaffen“. Zuvor erläuterte er, dass es bei Krieg um mehr als Bomben gehe und im Umkehrschluss Frieden mehr als nur keine Bomben sei. Er ging auf den aktuellen Konflikt in der Türkei ein und mahnte zu großer Achtsamkeit. „Tausende Menschen werden von der Regierung Erdogan in Gefängnisse gesteckt, tausende werden vom Dienst suspendiert und mit Waffen und Gewalt gegen die kurdische Minderheit in der Türkei vorgegangen.“

Ludwig Stauner von der KAB sorgte zusammen mit den Aschaffenburger Friedenstrommlern für die musikalische Begleitung. Gemeinsam wurden Lieder wie „Sag mir, wo die Blumen sind“ oder Wes hall overcome“ gesungen. Die Ausstellung „Asyl ist ein Menschenrecht“ von Pro Asyl wurde entlang des Weges zur City Galerie als Bodenzeitung gelegt, sodass sich Interessierte in Ruhe die Ausstellung ansehen konnten.

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