Deutscher Gewerkschaftsbund

19.09.2016

320.000 demonstrieren für gerechten Welthandel

Stopp TTIP und CETA Demo am 17. September 2016 in Frankfurt: Die Erwartungen der Organisatoren der Demo wurden mit 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Frankfurt weit übertroffen.

Stopp TTIP und CETA Demo am 17. September 2016 in Frankfurt: Die Erwartungen der Organisatoren der Demo wurden mit 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Frankfurt weit übertroffen. DGB Unterfranken

Frankfurt. 320.000 Menschen haben am vergangenen Samstag auf sieben bundesweiten Großdemonstrationen gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP demonstriert. Der DGB in Unterfranken rief zur Demoteilnahme in Frankfurt auf. In 10 Bussen aus Unterfranken machten sich beinahe 500 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf den Weg in die Mainmetropole um den neoliberalen Freihandelsabkommen eine Absage zu erteilen.

Wenige Tage vor der EU-Handelsministerkonferenz am 23. September in Bratislava trugen damit auch gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte aus ganz Unterfranken zum wiederholten Male ihren Widerstand gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA auf die Straße. Die Erwartungen der Organisatoren wurden mit 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Frankfurt und bundesweit 320.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutlich übertroffen.

„Die Bundesregierung muss endlich die Notbremse ziehen und das Nein der Bürgerinnen und Bürgerinnen zu CETA und TTIP respektieren", sagte DGB Regionssekretär Norbert Zirnsak bei der Abfahrt zur Demo aus Würzburg. "Beide Abkommen schaffen eine konzernfreundliche Paralleljustiz, beide sind eine Gefahr für die Demokratie, für Sozial- Arbeits-und Umweltstandards sowie die öffentliche Daseinsvorsorge, beide müssen gestoppt werden. CETA bedeutet TTIP durch die Hintertür. Die Bürgerinnen und Bürger wissen das“, so Zirnsak.

DGB-Regionssekretär Björn Wortmann ergänzt: „Deregulierung, Marktliberalisierung und Privatisierung haben in den letzten Jahren Mitbestimmungsmöglichkeiten ausgehöhlt und Strategien zur Umgehung von Tarifverträgen gefördert. Durch TTIP und CETA wird dieser falsche Weg weiter beschritten und ganze Branchen unter einen verschärften Wettbewerbsdruck gestellt. Deswegen ist es so wichtig, den Menschen in der Debatte um Handelsabkommen in den Mittelpunkt zu stellen und Demokratie und Rechtsstaat einzufordern!“

Zu den sieben Demonstrationen aufgerufen hatte ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis von bundesweit mehr als 30 Aktivistennetzwerken, Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen, Globalisierungskritikern, Jugendverbänden, Gewerkschaften, kirchlichen und entwicklungspolitischen Organisationen sowie Organisationen für Bürgerrechte, Kultur und nachhaltige Landwirtschaft. Dazu kommen hunderte Organisationen auf regionaler Ebene.

Für die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter aus Unterfranken ist klar: So, wie CETA jetzt aussieht, kann man ihm nicht zustimmen! In zentralen Punkten wie dem Investitionsschutz, der Daseinsvorsorge und den Strafen bei der Verletzung von Arbeitnehmer- und Umweltrechten sei das Abkommen nicht hinnehmbar und wirke zum Nachteil der Beschäftigten. „70.000 in Berlin, 65.000 in Hamburg, 55.000 in Köln, in Frankfurt am Main 50.000, in Leipzig 15.000, in Stuttgart 40.000 und in München 25.000 – Das ist eine großartige Teilnahme und zeigt, dass unser Widerstand wirkt und breit aufgestellt ist“, so das Resümee des unterfränkischen DGB Regionsgeschäftsführers Frank Firsching.

Mit 10 Bussen sind Gewerkschafter aus der DGB Region Unterfranken zur Stopp TTIP Demo gefahren

Mit 10 Bussen sind Gewerkschafter aus der DGB Region Unterfranken zur Stopp TTIP Demo gefahren - zwei vom bayerischen Untermain. Zudem sind viele mit dem Zug angereist. DGB Unterfranken

Drei DGB Busse aus Würzburg waren am Samstag nach Frankfurt zur Stopp TTIP Demo unterwegs. Beim kurzen Zwischenstopp in Weisskirchen: Gruppenfoto der Würzburger Bauleute mit dem Stopp TTIP Demo Hammer. 10 vom DGB organisierte Busse aus Unterfranken waren in Summe unterwegs.

Drei DGB Busse aus Würzburg waren am Samstag nach Frankfurt zur Stopp TTIP Demo unterwegs. Beim kurzen Zwischenstopp in Weisskirchen: Gruppenfoto der Würzburger Bauleute mit dem Stopp TTIP Demo Hammer. 10 vom DGB organisierte Busse aus Unterfranken waren in Summe unterwegs. DGB Unterfranken

DGB Kreisverband Main-Spessart ist mit dem Zug nach Frankfurt angereist

DGB Kreisverband Main-Spessart ist mit dem Zug nach Frankfurt angereist DGB Unterfranken

Schweinfurter IG Metaller bei der Demo in Frankfurt.

Schweinfurter IG Metaller bei der Demo in Frankfurt. Rainer Nickel

Vom bayerischen Untermain sind rund 100 TTIP- und CETA KritikerInnen mit dem Bus nach Fankfurt gefahren.

Vom bayerischen Untermain sind rund 100 TTIP- und CETA KritikerInnen mit dem Bus nach Fankfurt gefahren. DGB Unterfranken

Der Vorsitzende der IG BAU Mainfranken, Michael Groha beim Demoeinsatz in Frankfurt.

Der Vorsitzende der IG BAU Mainfranken, Michael Groha beim Demoeinsatz in Frankfurt. DGB Unterfranken

Gut zu sehen, das Banner der Aschaffenburger Friedenstrommler

Gut zu sehen, das Banner der Aschaffenburger Friedenstrommler DGB Unterfranken

Mit dabei in Frankfurt. Margit Schmidt und Herbert Deppisch vom ver.di Bezirk Würzburg-Aschaffenburg.

Mit dabei in Frankfurt. Margit Schmidt und Herbert Deppisch vom ver.di Bezirk Würzburg-Aschaffenburg. Mit dabei in Frankfurt. Margit Schmidt und Herbert Deppisch vom ver.di Bezirk Würzburg-Aschaffenburg.

Der Frankfurert Opernplatz voll mit TTIP- und CETA Gegnern

Der Frankfurert Opernplatz voll mit TTIP- und CETA Gegnern DGB Unterfranken

Ohne Mampf kein Kampf. Kurze Pause auf dem Weg zur Demo.

Ohne Mampf kein Kampf. Kurze Pause auf dem Weg zur Demo. DGB Unterfranken

Im Demozug: Fahnen der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg.

Im Demozug: Fahnen der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg. DGB Unterfranken

Norbert Zirnsak, DGB Sekretär in Würzburg und Joachim Reitz, freigestellter Betriebsrat bei der Telekom, im Frankfurter Demozug.

Norbert Zirnsak, DGB Sekretär in Würzburg und Joachim Reitz, ver.di Mitglied und freigestellter Betriebsrat bei der Telekom, im Frankfurter Demozug. DGB Unterfranken


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