Deutscher Gewerkschaftsbund

03.05.2016
DGB Ortsverband Bad Kissingen

Maikundgebung des Ortsverbandes Bad Kissingen

Marietta Eder, ver.di Gewerkschaftssekretärin

Marietta Eder, ver.di Gewerkschaftssekretärin DGB Ortsverband Bad Kissingen

Bad Kissingen: Am 1. Mai 2016 fanden sich ca. 35 Gäste im großen Saal des Bayerischen Hofes ein. Gerhard Klamet, Kreis- und Ortsvorsitzender begrüßte die Maigäste bei Weißwürsten, Brezeln und Bier.

126 Jahre Maikundgebung gibt es zu feiern und dies an einem Sonntag, mit diesen Worte begann Klamet seine Eröffnungsrede. Klamet zitierte aus einer gemeinsamen Erklärung der katholischen und evangelischen Kirche sowie des DGB Bayern, welche den 1. Mai zum Anlass nahm, an die führenden Politiker und Verantwortlichen einen Appell zu richten. Der Sonntag dürfe nur in Ausnahmefällen zum Arbeitstag erklärt werden und müsse frei bleiben und nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Weiterhin ließ Klamet die Veranstaltungen des Kreisverbandes und des Ortsverbandes vom Mai 2015 bis Mai 2016 Revue passieren und gab einen Ausblick auf die kommenden Termine.

Insbesondere warb er für das „Burgfest der Gewerkschaften“ vom 04.06.-05.06. auf der Trimburg, einem Fest von Gewerkschaftern für Gewerkschafter und für die breite Öffentlichkeit. Gewerkschaften und deren Funktionäre werden sich dort ebenso präsentieren sowie es Ausstellungen und musikalische Beiträge geben wird.

Teilnehmer

Teilnehmer DGB Ortsverband Bad Kissingen

Zeit für Solidarität, zu dem aktuellen Motto der Maikundgebungen referierte ver.di-Sekretärin Marietta Eder, zuständig für das Gesundheitswesen und somit prädestiniert für die Mairede in Bad Kissingen.

Sie zeigte sich über den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst erfreut, der den Binnenmarkt beleben werde. Eder forderte gute Arbeitsbedingungen in der Pflege. Die Personalbemessung in Krankenhäusern müsse gesetzlich geregelt und bei Investitionen in Krankenhäusern mehr Gerechtigkeit hergestellt werden. Sie forderte außerdem, Leih- und Werkverträge abzuschaffen und Sozialdumping zu verhindern. Die Renten müssten den Lebensstandard sichern und Altersarmut verhindern. "Geld ist genug da, es fehlt nur am politischen Willen", kritisierte Eder die Politik. Sie drängte in ihrer Rede auf die Einführung einer Bürgerversicherung, lobte den ehrenamtlichen Einsatz der freiwilligen Helfer bei der Flüchtlingsbetreuung und verurteilte die Hetze und den Rechtsruck in Deutschland.

Für musikalische Untermalung sorgte das Rhön –Dou (früher Rhön-Trio) bereits zum fünften Male in Folge. Sie begleiteten die Gäste auch beim gemeinsam gesungenen „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“, mit dem schon seit Jahrzehnten am 1. Mai in Bad Kissingen die Kundgebung ihren Ausklang findet.

Rhön-Dou

Rhön-Dou DGB Ortsverband Bad Kissingen


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