Deutscher Gewerkschaftsbund

10.05.2016

Wir für mehr - Warnstreik in Lohr

Wir für mehr - Warnstreik in Lohr

Wir für mehr - Warnstreik in Lohr DGB Unterfranken

Lohr. Die IG Metall Aschaffenburg erhöht den Druck auf die Tarifverhandlungen. Bereits zum zweiten Mal waren die Metaller von Bosch-Rexroth in Lohr aufgerufen, in den Warnstreik zu treten, um ihrer Forderung nach 5% mehr Entgelt bei einer Laufzeit von 12 Monaten Nachdruck zu verleihen.

„Rund 2300 Beschäftigte befinden sich im Ausstand“, rief die 2. Bevollmächtigte der IG Metall Aschaffenburg Birgit Adam den Kolleginnen und Kollegen auf dem Lohrer Marktplatz zu, auf dem noch vor rund einer Woche der 1. Mai - der Tag der Arbeit gefeiert wurde. Unter den 2300 Warnstreikenden waren auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen weiterer Metallbetriebe in der Region.

Björn Wortmann, DGB-Regionssekretär Unterfranken, unterstrich in seinem Grußwort, dass es in Tarifverhandlungen um fundamentale Gerechtigkeitsfragen gehe. Es sei nicht nachvollziehbar, dass ein Vorstand in einem DAX Unternehmen im Schnitt das 107-fache Entgelt eines durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmers in Deutschland bekomme.

In zahlreichen Redebeiträgen gingen die Vertrauensleute der unterschiedlichen Betriebe auf die betriebliche Situation ein und verdeutlichten, wie wichtig die Entgelterhöhung sei.

Insbesondere die Beschäftigten der Gießerei bei Bosch-Rexroth in Lohr schilderten eindringlich ihre Situation und forderten die Geschäftsleitung auf, vom geplanten Stellenabbau abzurücken und stattdessen in wirkliche Verhandlungen zu treten, wobei eines klar sein müsse: Die Gießerei muss mit Kernmacherei und Modellbau bleiben!

 


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