Deutscher Gewerkschaftsbund

11.05.2016
Tausende Beschäftigte kämpfen für mehr Lohn

Schweinfurt und Marktheidenfeld: Metaller machen Druck

Schweinfurter IG Metaller beim Warnstreik

Schweinfurter IG Metaller beim Warnstreik DGB Schweinfurt

Schweinfurt, Marktheidenfeld. Der bayrische Verhandlungsführer der IG Metall, Jürgen Wechsler, forderte die Unternehmer bei der Warnstreikkundgebung vor 5.500 Beschäftigten in Schweinfurt unmissverständlich auf „aus ihren Schützengräben“ zu kommen, um eine Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie herbeizuführen. Würzburgs erster IG Metall Bevollmächtigter Walther Mann bezeichnete in Marktheidenfeld vor dem Warema Werkstor, hier hat die vbm Verhandlungschefin Angelique Renkhoff-Mücke ihren Betrieb, vor 900 Metallerinnen und Metallern das bisherige Angebot der Unternehmen als „lumpig“.

Das Arbeitgeberangebot von 2,1 Prozent für zwei Jahre sei „ein Witz, über den mal nicht einmal lachen kann“, so der Bezirksleiter der IG Metall Bayern in Schweinfurt. Die Verantwortung für weitere Streikaktionen trage alleine die Arbeitgeberseite.

In Marktheidenfeld trafen sich die Kolleginnen und Kollegen direkt vor den Büroräumen von Angelique Renkhoff-Mücke. Die dürfte wohl kaum mit einer derart großartigen Teilnahme an den Aktionen gerechnet haben. Bisher nie da gewesene 900 Metallerinnen und Metaller, vorwiegend von P&G und von Warema machten unmissverständlich klar, dass sie dem Unternehmerangebot auch mit längeren Streiks entgegen treten werden.

DGB Schweinfurt

Bei der lautstarken und stimmungsvollen Kundgebung in Schweinfurt sprachen auch die Leiter der IG Metall- Vertrauensleute aus den Betrieben SKF, Bosch-Rexroth und ZF. Während Kurt Müller (SKF) die Solidarität und den Zusammenhalt unter den Beschäftigten der Region hervorhob, brachte Wolfgang Trüdinger (Bosch-Rexroth) die Stimmung auf den Punkt, als er seinen Redebeitrag mit den Worten „Leute ich hab heut keinen Bock mehr auf die Arbeit zurück zu gehen. Ich geh mal davon aus, dass der Versammlungsleiter den Warnstreik für den ganzen Tag ausrufen wird:“, schloss. Dem folgte der erste Bevollmächtigte Peter Kippes unter großem Beifall. In Marktheidenfeld sprachen neben Walther Mann und dem IG Metall Sekretär Jürgen Wasersig auch Anil Toka für die IG Metall Jugend und der Betriebsratsvorsitzende von P & G, Helmut Hauptmann. Der forderte ein Einlenken des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Norbert Zirnsak vom DGB überbrachte die solidarischen Grüße aller Mitgliedsgewerkschaften im DGB.

Anil Toka von der IG Metall Jugend Würzburg beim Metaller Streik in Marktheidenfeld

Anil Toka von der IG Metall Jugend Würzburg beim Metaller Streik in Marktheidenfeld DGB Würzburg

Die Kundgebung der Schweinfurter Betriebsangehörigen wurde aus der Rhön unterstützt. In mehreren Bussen kamen die Metallerinnen und Metaller von Siemens und Preh aus Bad Neustadt nach Schweinfurt. Dazu eine Delegation der Schwestergewerkschaft PRO-GE vom Österreichischen Gewerkschaftsbund ÖGB, die eben in Schweinfurt Betriebsbesuche bei ZF und SKF macht.

Fast schon traditionell kamen die Streikenden in vier Demonstrationszügen an die Hahnenhügelbrücke, wo eine wirklich stimmungsvolle Kundgebung stattfand, die am Ende noch einen Höhepunkt zu bieten hatte: Sollte über Pfingsten kein Durchbruch in den Tarifverhandlungen gelingen, stehe Schweinfurt für einen 24-Stunden-Streik ebenso bereit, wie für Urabstimmung und einen unbefristeten Streik, so Peter Kippes. Das anschließende Getöse, Pfeifen und Jubeln stärkte dem bayrischen Streikleiter Wechsler nachhaltig den Rücken und dürfte seine Wirkung bei den hiesigen Managern nicht verfehlt haben!

900 Kolleginnen und Kollegen trafen sich zum Metaller Warnstreik in Marktheidenfeld

900 Kolleginnen und Kollegen trafen sich zum Metaller Warnstreik in Marktheidenfeld DGB Würzburg

Ein Fahnenmeer in Schweinfurt. 5.500 Kolleginnen und Kollegen unterstreichen ihre Forderung im Tarifkampf

Ein Fahnenmeer in Schweinfurt. 5.500 Kolleginnen und Kollegen unterstreichen ihre Forderung im Tarifkampf DGB Schweinfurt

Junge Metallerinnen in Marktheidenfeld zeigen, warum sie mehr Lohn fordern

Junge Metallerinnen in Marktheidenfeld zeigen, warum sie mehr Lohn fordern DGB Würzburg

Der bayrische Verhandlungsführer der IG Metall, Jürgen Wechsler, forderte die Unternehmer bei der Warnstreikkundgebung vor 5.500 Beschäftigten in Schweinfurt unmissverständlich auf „aus ihren Schützengräben“ zu kommen, um eine Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie herbeizuführen.

Der bayrische Verhandlungsführer der IG Metall, Jürgen Wechsler, forderte die Unternehmer bei der Warnstreikkundgebung vor 5.500 Beschäftigten in Schweinfurt unmissverständlich auf „aus ihren Schützengräben“ zu kommen, um eine Einigung im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie herbeizuführen. DGB Schweinfurt

Helmut Hauptmann, Betriebsratsvorsitzender in Marktheidenfeld bei P&G fordert die Unternehmen zum Einlenken auf

Helmut Hauptmann, Betriebsratsvorsitzender in Marktheidenfeld bei P&G fordert die Unternehmen zum Einlenken auf DGB Würzburg

Bei der lautstarken und stimmungsvollen Kundgebung in Schweinfurt sprachen auch die Leiter der IG Metall- Vertrauensleute aus den Betrieben SKF, Bosch-Rexroth und ZF.

Bei der lautstarken und stimmungsvollen Kundgebung in Schweinfurt sprachen auch die Leiter der IG Metall- Vertrauensleute aus den Betrieben SKF, Bosch-Rexroth und ZF. DGB Schweinfurt


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