Deutscher Gewerkschaftsbund

28.04.2016
Ver.di streikt und lässt die Muskeln spielen

Würzburgs Straßenbahn bleibt im Betriebshof

Würzburg. Nach einem völlig unzureichenden Angebot der Arbeitgeber in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes für Bund und Kommunen, rief die Gewerkschaft ver.di in Würzburg am Dienstag zu Warnstreiks auf. 700 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich an den Aktionen. Große Aufregung gab es in der Stadt, weil sich die Beschäftigten der Straßenbahn komplett dem Warnstreik anschlossen und der öffentliche Verkehr in der Stadt 24 Stunden lang lahm gelegt wurde.

In zwei Demonstrationszügen zogen die Streikenden zum Vierröhrenbrunnen vor das Rathaus. Rund 500 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter starteten lautstark um 11 Uhr vom Felix-Fechenbach-Haus im Stadtteil Grombühl, etwa 200 Beschäftigte unterstrichen ihre Forderung nach 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt in einem Demozug vom Betriebshof der Würzburger Straßenbahn in der Sanderau aus. Mit Spruchbändern, Trillerpfeifen und unterstützt von Spruchchören, Pauken und Trommeln waren die Demozüge bunt und laut. Streikleiter und ver.di Bezirksgeschäftsführer Gerald Burkard war beeindruckt von der Teilnahme. „Mit einem derartig hohen Zuspruch haben wir nicht gerechnet, uns zeigt das die hohe Akzeptanz unserer Forderung“.

Gegen 12 Uhr sprach der Tarifkoordinator für den ver.di Landesbezirk in Bayern, Peter Hoffmann, zu den Streikenden. Er unterstrich die Forderungen im Tarifkampf. Großen Applaus gab es für eine Rede von Werner Flierl, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg. Er übte den gewerkschaftlichen Schulterschluss mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen von ver.di und berichtete vom Stand der ebenfalls aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie in Bayern. Weitere Redebeiträge gab es für die ver.di Jugend von Nico Wickleder und von DGB Sekretär Norbert Zirnsak.

Im weiteren Verlauf ergriffen Kolleginnen und Kollegen aus den Betriebs- und Personalräten das Wort. Folgende Betriebe waren zum Streik aufgerufen: Stadt Würzburg, insbesondere die Stadtreiniger, der Entwässerungsbetrieb, das Baureferat, das Gartenamt, die Friedhofsverwaltung, die Stadtförsterei, das Mainfranken Theater und der Kulturspeicher. Aus dem WVV – Konzern waren  die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH, die Stadtwerke Würzburg AG, die Mainfranken Netze GmbH, die Würzburger Hafen GmbH, die Würzburger Stadtverkehrs GmbH, die Trinkwasserversorgung und die Würzburger Straßenbahn zum Streik aufgerufen. Außerdem beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen aus dem Bundeswehr-Dienstleistungszentrum in Volkach und Veitshöchheim, Lebenshilfe-Wohnstätten GmbH Mainfranken, die Blindeninstitutsstiftung, die Sparkasse Mainfranken Würzburg, der Zweckverband Mainfränkisches Museum und die Auszubildenden der Klinik Kitzinger Land.

Streik in Würzburg. ver.di Bezirksgeschäftsführer Gerald Burkard war beeindruckt von der Teilnahme. „Mit einem derartig hohen Zuspruch haben wir nicht gerechnet, uns zeigt das die hohe Akzeptanz unserer Forderung“.

Streik in Würzburg. ver.di Bezirksgeschäftsführer Gerald Burkard war beeindruckt von der Teilnahme. „Mit einem derartig hohen Zuspruch haben wir nicht gerechnet, uns zeigt das die hohe Akzeptanz unserer Forderung“. DGB Würzburg


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