Deutscher Gewerkschaftsbund

30.08.2016

Der Antikriegstag 2016 in Unterfranken

Seit 1956 begeht der DGB den 1.September als Antikriegstag. Es geschah am 1.September als die deutsche Wehrmacht Polen überfiel und damit der Zweite Weltkrieg auslöste. 60 Mio. Tote, zerstörte Städte, unendliches Leid, der Völkermord an Millionen Juden, die Verfolgung von Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende. Die Liste der Verbrechen einer menschenverachtenden, faschistischen Ideologie ist lang.

Viele Millionen Menschen sind heute Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen, von politischer, religiöser und ethnischer Verfolgung. Mehr als 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Sie suchen Schutz in anderen Regionen ihres Heimatlandes, in Nachbarländern oder auch in den reichen Industrienationen. Ihre Menschenwürde zu schützen ist uns Verpflichtung.

Anschläge auf Unterkünfte Geflüchteter, Gewalt gegen Migranten und Menschen, die sich für Geflüchtete engagieren sind Angriffe auf unsere freiheitlich, demokratische Ordnung.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen am Antikriegstag 2016 auf, sich für die Achtung der Freiheit, für Demokratie und Gerechtigkeit einzusetzen.

Gemeinsam stehen wir auf für

•            ein Deutschland, das den europäischen Grundrechten verpflichtet und fest in der EU verankert ist,

•            ein Land, in dem alle ohne Angst verschieden sein und sicher leben können,

•            eine Gesellschaft, in der Respekt und Würde sowie Gleichheit und Solidarität gelebt werden.

Der DGB Unterfranken ruft auf, den Antikriegstag als „Tag des Friedens“ bewusst zu begehen, um ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben zu setzen. Wir treten für den Frieden ein. Überall auf der Welt. Für den Frieden zwischen den Völkern und zwischen den unterschiedlichen Ethnien innerhalb der Völker. Wer Fluchtursachen bekämpfen will, muss die Kriege und Bürgerkriege beenden, muss Verfolgung und Vertreibung stoppen.

 

Wir laden herzlich dazu ein, folgende Veranstaltungen am 1.September in Unterfranken zu besuchen: 

Schweinfurt, Georg-Wichtermann-Platz, 17 Uhr: Kundgebung zum Antikriegstag mit Tobias Pflüger, Informationsstelle Militarisierung Tübingen, und Frank Firsching, DGB Kreisvorsitzender Schweinfurt.

Aschaffenburg, City Galerie Eingang Schöntal, 18 Uhr: Kundgebung zum Antikriegstag mit Karl-Ernst Aulbach, Friedenstrommler, Bernhard Kullmann, Pax Christi und Rudi Großmmann DGB Kreisvorsitzender Aschaffenburg- Miltenberg.

Urspringen im Landkreis Main- Spessart, Judengasse, 19 Uhr: Historischer Rundgang zum jüdischen Leben in Urspringen mit Dr. Leonhard Scherg, 1. Vorsitzender des Förderkreises Synagoge Urspringen e.V. und Lena Werner, DGB Kreisvorsitzende Main- Spessart.

 


Nach oben