Deutscher Gewerkschaftsbund

03.09.2015

Breites Bündnis gedenkt am Antikriegstag in Aschaffenburg

Antikriegstag Aschaffenburg

Kundgebung im Schöntal DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Anlässlich des Antikriegstags am 1. September haben der DGB-Kreisverband Aschaffenburg-Miltenberg zusammen mit den Aschaffenburger Friedenstrommlern, ATTAC, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und Halkevi zur Kundgebung am Antikriegstag eingeladen. Den rund 130 Kundgebungsteilnehmern bot sich mit Musik, wertvollen Redebeiträgen und der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ ein buntes Rahmenprogramm im Aschaffenburger Schöntal. Die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ von Pro Asyl mit den 26 Motiv- und Informationsplakaten wurde auf dem Platz gezeigt und stieß bei vielen Passanten auf großes Interesse.

Antikriegstag Aschaffenburg

KundgebungsteilnehmerInnen DGB Unterfranken

Nachdem es am Nachmittag noch ausgiebig regnete, verzogen sich die Regenwolken pünktlich zu Beginn der Kundgebung um 18 Uhr. DGB-Regionssekretär Björn Wortmann konnte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den Gewerkschaften, der Sozialverbände, der Politik sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger vor dem Eingang zur Aschaffenburger City Galerie begrüßen und freute sich über die Teilnahme.

Björn Wortmann machte zu Beginn deutlich, dass der Antikriegstag ein Tag des Erinnerns und des Mahnens sei. Am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen. „Wir gedenken der europaweit 60 Millionen Toten des Vernichtungskrieges und machen zum Antikriegstag deutlich: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“, sagte Wortmann.

Antikriegstag Aschaffenburg

Ausstellung Asyl ist Menschenrecht DGB Unterfranken

Heute ist die Welt für viele Millionen Menschen kein sicherer Ort. Fast 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Nie gab es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges weltweit mehr Flüchtlinge. Unter Applaus forderte Wortmann ein Seenotrettungssystem, das von allen EU-Staaten gemeinsam finanziert wird. Die Untätigkeit koste vielen tausend Menschen das Leben.

In den letzten Monaten versuchen Rechtspopulisten und Rechtsradikale Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Gewaltbereite und organisierte Neonazis sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Fremdenfeindliches, rechtsradikales und diskriminierendes Gedankengut ist weit verbreitet – auch in der Mitte der Gesellschaft.

„Wir dürfen den neuen Nazis, den Hetzern nicht unwidersprochen den öffentlichen Raum überlassen! Unsere Geschichte verpflichtet uns zu entschiedenem Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“, rief Wortmann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu.

Antikriegstag Aschaffenburg

Kundgebung am Antikiregstag in Aschaffenburg DGB Unterfranken

Zum Schluss seines Grußwortes berichtete Wortmann, dass man gerne die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ im Einkaufszentrum City Galerie gezeigt hätte. Diesem Wunsch wurde von Seiten des Vorstands der City Galerie nicht entsprochen. Mit Buhrufen machten die Kundgebungsteilnehmer deutlich, was sie von dieser Entscheidung halten.

Der Vertreter von Halkevi ging in seinem Redebeitrag insbesondere auf die Situation der Kurden in der Türkei und im türkisch-syrischen Grenzgebiet ein und forderte einen humanitären Korridor zur Unterstützung des Wiederaufbaus von Kobane.

Reinhard Frankl stellte in seiner Rede den Zusammenhang zwischen „Freihandel und Krieg“ her und betonte, dass bei Kriegerischen Auseinandersetzungen auch wirtschaftliche Interessen eine große Rolle spielen.

Betriebsseelsorger Ludwig Stauner hielt einen zum Nachdenken einladenden Wortbeitrag zum Thema „Unsere Ausdauer im Friedenseinsatz – Spirituelle und politische Wege“.

Der Vertreter der Friedenstrommler forderte die Integration von Flüchtlingen durch eine Willkommenskultur vor Ort zu fördern.

Antikriegstag Aschaffenburg

Friedenstrommler DGB Unterfranken

Antikriegstag Aschaffenburg

Maren mit Liedern an der Gitarre u.a. zu Kobane DGB Unterfranken

Antikriegstag Aschaffenburg

Ausstellung Asyl ist Menschenrecht DGB Unterfranken


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