Deutscher Gewerkschaftsbund

03.06.2015

Treue - Solidarität - Einigkeit: Jubilarehrung der IGBAU

Jubilarehrung IGBAU

Jubilarehrung: 50, 60 und 65 jährige Mitgliedschaft in der IGBAU DGB Unterfranken

Würzburg. „Wir ehren Euch heute auf dem Schiff „Alten Liebe“, die Ihr vor 25, 40, 50, 60 oder 65 Jahren in die IG BAU, die Gewerkschaft Bau-Steine-Erden, oder die Gewerkschaft GLF, Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft, eingetreten seid. Das sind stolze Zahlen. Die Ältesten unter uns sind 1950 eingetreten. Wenn das nicht wirklich eine alte Liebe ist dann weiß ich auch nicht“, sagt Michael Groha, IGBAU Bezirksvorsitzender in seiner Begrüßung. Rund 400 Gäste sind an den Alten Kran am Würzburger Mainufer gekommen, um sich ehren zu lassen und an der Jubilarfeier teilzunehmen. Björn Wortmann, DGB-Regionssekretär Unterfranken, hielt die Festrede und unterstrich dabei, dass die gemeinsame Überzeugung, die Solidarität, die Einigkeit uns Gewerkschafter stark macht!

Jubilarehrung IGBAU

Festredner Björn Wortmann, DGB Regionssekretär Unterfranken DGB Unterfranken

Jubilarehrung IGBAU

Auf derm Schiff "Alten Liebe" genossen die Jubilarinnen und Jubilare ihre Feier DGB Unterfranken

Nach der Begrüßung durch Michael Groha („Die Begrüßung muss kurz, die Bratwurst lang sein“) hielt Stadtrat und IGBAU Mitglied Heinrich Jüstel für die Stadt Würzburg ein Grußwort. Dabei betonte er die besondere Bedeutung der Gewerkschaften für den gesellschaftlichen Wohlstand und unterstrich, dass die Stadt Würzburg auch in Zukunft viele Bauprojekte realisiere, die nur mit gut ausgebildetem und gut bezahltem Personal realisierbar seien, für das sich die IGBAU seit Jahrzehnten nachhaltig einsetze.

Festredner Björn Wortmann (DGB) nahm die Jubilarinnen und Jubilare mit auf eine Zeitreise von 1950 bis 2015.

Jubilar-Ehrungen sind Anlässe, sich zu erinnern und sich bewusst zu machen, wie sehr sich unser Leben in den letzten 40, 50, 60 Jahren verändert hat. Schon das ist ein Hinweis auf den Wert einer Organisation wie der IG BAU: Gewerkschaften bieten Halt und Orientierung in Zeiten ständiger, oft grundlegender Veränderung.Jedes Jahrzehnt hatte unterschiedliche gewerkschaftliche Themenschwerpunkte. Doch alle Jahrzehnten eint: der unermüdliche Einsatz der Gewerkschaften für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen.

„Ihr habt in den letzten Jahrzehnten erstritten, erkämpft, wovon viele heute profitieren. Die heutige Generation muss das Erkämpfte verteidigen und noch einen drauf setzen. Ich danke Euch im Namen der jungen Generation für dieses Erbe. Denn anständige Löhne, vernünftige Arbeitsbedingungen sind heute nicht mehr selbstverständlich“, rief Wortmann den Jubilarinnen und Jubilaren zu.

Jubilarehrung IGBAU

Die IGBAU steht zusammen DGB Unterfranken

Im Jahr 2015 haben wir es mit elementaren Fragen der Gerechtigkeit zu tun – genauer der Verteilungsgerechtigkeit. Abnehmende Tarifbindung, Ausweitung Niedriglohnsektors, unsichere Beschäftigungsverhältnisse, Leiharbeit, Werkverträge, Befristungen: All diese Auswüchse gilt es zu bekämpfen, sodass die Gewerkschaften noch viel Arbeit vor sich haben. Reiche und Vermögende müssen sich stärker an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligen. Dann wären höhere Investitionen in Bildung, Qualifizierung und in Infrastruktur finanzierbar. Dann hätte die Bundesrepublik Deutschland und Millionen Menschen eine bessere Zukunft.  Die Verteilungsfrage ist keine Frage des Sozialneides, sondern der Zukunft. „Deswegen brauchen wir auch eine Politik für die Millionen statt für die Millionäre“, sagte Wortmann.

Gedicht zum 3. Gewerkschaftstag der IG Bau-Steine –Erden 1955 in München

Steht zusammen Hand in Hand

Wir tragen die Zeit, wir tragen das Land

Wir sind die Pfeiler künftiger Welt

Was soll bestehen, wenn der Pfeiler nicht hält?

Jeder Pfeiler trägt schwere Last

Ohne Ermüden und ohne Rast

Heißt sein Sinn doch: Stützen und Halten

Gegen Stürme und Sturmgewalten

So fügt euch ein:

Stein für Stein

Stützt und hebt und haltet stand!

Wir tragen die Zeit, wir tragen das Land!

 


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