Deutscher Gewerkschaftsbund

08.12.2015
Film und Diskussion

„Die Arier“ mit Regisseurin Mo Asumang

„Die Arier“, in dem Mo Asumang internationale Rassisten, den Ku Klux Klan und in die wahren Arier trifft, spürt man neben der Aktivistin und Filmemacherin immer auch den empfindsamen Menschen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit, besucht Mo Asumang derzeit weltweit Schulen und Universitäten, um sich für Integration stark zu machen und das Thema Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen.

„Die Arier“, in dem Mo Asumang internationale Rassisten, den Ku Klux Klan und in die wahren Arier trifft, spürt man neben der Aktivistin und Filmemacherin immer auch den empfindsamen Menschen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit, besucht Mo Asumang derzeit weltweit Schulen und Universitäten, um sich für Integration stark zu machen und das Thema Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen. Bündnis für Zivilcourage


Würzburg. Das Würzburger Bündnis für Zivilcourage lud am vergangenen Dienstag zur Filmvorführung „Die Arier“ und zum anschließenden Publikumsgespräch mit der Regisseurin des Films, Mo Asumang, ins Würzburger CinemaXX Kino eine. Während der sich anschließenden Filmbesprechung im voll besetzen Kinosaal sagte die Journalistin, dass ihr während ihrer Arbeit zu dem Film „Die Arier“ auch auffiel, dass Neonazis meist keine eigene Meinung vertraten, sondern auswendig gelernte Phrasen von sich geben, um schnell das Gespräch wieder zu beenden.

Noch nie hat sich jemand filmisch konkret an das Thema „Arier“ gewagt. Und das obwohl unter der vermeintlichen Marke „Arier“ in Deutschland gegen Menschen anderer Religion, Hautfarbe oder Geschlechtsorientierung gehetzt und gemordet wurde und wird. Auf einer persönlichen Reise versuchte die Afrodeutsche Mo Asumang heraus zu finden, was hinter der Idee vom „Herrenmenschen“ steckt. Sie begab sich zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reiste zu den wahren Ariern in den Iran, traf sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten und begegnet dem Ku Klux Klan.

„Die Arier“, in dem Mo Asumang internationale Rassisten, den Ku Klux Klan und in die wahren Arier trifft, spürt man neben der Aktivistin und Filmemacherin immer auch den empfindsamen Menschen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit, besucht Mo Asumang derzeit weltweit Schulen und Universitäten, um sich für Integration stark zu machen und das Thema Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen.

Empfindsam und sympathisch präsentierte sich die Filmemacherin Mo Asumang in der Diskussion mit dem Publikum. Sie ging auf die Frage ein, ob es überhaupt Sinn mache, mit Neonazis zu sprechen. Ihr sei klar, dass es Neonazis gebe, mit denen Gespräche nichts brächten. Zum Beispiel Nazi-Anführer, die gezielt Hass verbreiten. Sie warb aber dafür mit Mitläufern ins Gespräch zu kommen, um ihnen einen Ausweg aus der Szene aufzuzeigen. Mo Asumang war auch überzeugt davon, dass Migranten möglicherweise mehr Erfolg hätten rassistisches Gedankengut in Gesprächen zu vertreiben, „weil der der Hass ist dann nicht mehr abstrakt ist“.

 


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