Deutscher Gewerkschaftsbund

30.09.2015
Hilfsaktion der Gewerkschaften in Würzburg

Mitmenschlichkeit, Respekt und Solidarität

Am Montag bepacken viele fleißige Hände rund 550 Rücksäcke mit Hygieneartikeln. Die Hilfsaktion steht unter dem Motto: „Mitmenschlichkeit, Respekt und Solidarität“. Die Gewerkschaften reihen sich damit in den Kreis der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Würzburg ein, ohne die eine Erstversorgung der Menschen, die bei uns Schutz suchen, nicht möglich wäre!

Am Montag bepackten viele fleißige Hände rund 550 Rücksäcke mit Hygieneartikeln. Die Hilfsaktion steht unter dem Motto: „Mitmenschlichkeit, Respekt und Solidarität“. Die Gewerkschaften reihen sich damit in den Kreis der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Würzburg ein, ohne die eine Erstversorgung der Menschen, die bei uns Schutz suchen, nicht möglich wäre! DGB Würzburg

Würzburg. Die Gewerkschaften in Würzburg unterstützen die Flüchtlingshilfe im Stadtteil Heuchelhof und die Helfergruppen in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Würzburg. Norbert Zirnsak (DGB) und Werner Flierl (IGM) übergaben am Dienstag entsprechend der Anforderungen der Helferkreise Warenspende in der Größenordnung von rund 6.500 Euro, die aufgrund einer Initiative der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg, der NGG Region Unterfranken und dem DGB in Würzburg stattfindet.

Werner Flierl und Norbert Zirnsak erkärten vor den Helfern, Regierungsvertretern und der Presse, die Motivation der Gewerkschaften für die Aktion:

„Unsere Hilfsaktion steht unter dem Motto: „Mitmenschlichkeit, Respekt und Solidarität“. Wir Reihen uns damit eine in die Gruppe der Menschen in unserer Stadt, ohne die eine Erstversorgung von Menschen, die bei uns Schutz suchen, nicht möglich wäre! Gewerkschaften sind aus ihrer Tradition heraus dazu verpflichtet, solidarisch zu handeln. Wir erinnern an die Jahre zwischen 1945 und 1955 in unserer Stadt. Es waren gerade Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die damals einen erheblichen Anteil daran hatten, dass Flüchtlinge hier eine neue Heimat finden konnten.

Bei der geplanten Änderung der Asylgesetzgebung lehnen wir die Erweiterung der Liste sogenannter sicherer Herkunftsländer ab und fordern auch künftig, die Schutzsuche individuell zu prüfen. Sachleistungen für Asylbewerber sind ein unnötiger Mehraufwand, deshalb treten wir für Geldleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ein. Die Gewerkschaften und ihre Vertreter werden im Herbst in den entsprechenden Gremien und im politischen Raum, in der Agentur für Arbeit, in der Handwerkskammer, in der Region Mainfranken bei der IHK und in den Betrieben ihren Einfluss geltend machen, um Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Menschen die zu uns kommen schnell in Arbeit, Bildung und Ausbildung gebracht werden.

Norbert Zirnsak (DGB) und Werner Flierl (IGM) übergaben am Dienstag ent-sprechend der Anforderungen der Helferkreise Warenspende in der Größen-ordnung von rund 6.500 Euro, die aufgrund einer Initiative der IG Metall Ver-waltungsstelle Würzburg, der NGG Region Unterfranken und dem DGB in Würzburg stattfindet.

Norbert Zirnsak (DGB) und Werner Flierl (IGM) übergaben am Dienstag ent-sprechend der Anforderungen der Helferkreise Warenspende in der Größen-ordnung von rund 6.500 Euro, die aufgrund einer Initiative der IG Metall Ver-waltungsstelle Würzburg, der NGG Region Unterfranken und dem DGB in Würzburg stattfindet. DGB Würzburg

Arbeit und Ausbildung sind die Stichworte zur Integration! Viele Wochen des politischen Stillstandes sind bereits vergangen. Wir brauchen insbesondere für junge unbegleitete Flüchtlinge die Möglichkeit der beruflichen Erstausbildung. Dazu gehört für uns die Regelung 3 plus 2. Das heißt junge Menschen, aber auch die die sie ausbilden brauchen eine planbare Perspektive unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens und familiärer Anbindung.

Die deutsche Sprache ist ein wichtiger Bestandteil für die Integration. Wir wollen, dass berufsbezogene Sprachförderung aus Bundesmitteln und nicht aus Beitragsgeldern der Versicherten in der Arbeitslosenversicherung finanziert wird. Dafür muss der Bund die Gelder zur Verfügung stellen, so hat es die große Koalition verabredet. Schon in der Erstaufnahme muss Sprachunterricht angeboten werden.

Nicht wenige unserer Kolleginnen und Kollegen befürchten einen Druck auf die Löhne und den gesetzlichen Mindestlohn, wenn Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden. Erste Unternehmen rufen nach einer Absenkung des Mindestlohnens. Dagegen werden wir uns zur Wehr setzten. Eine Absenkung des Mindestlohnes führt zu Misstrauen und kommt für uns nicht in Frage. Wir lehnen Lohndrückerei und einen Arbeitsmarkt für Billiglöhne ab.“


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