Deutscher Gewerkschaftsbund

20.11.2015
Flüchtlinge und Schülersprecher kommen zu Wort

Aschaffenburger Berufsschule zeigt die Ausstellung Asyl ist Menschenrecht

In Kooperation mit dem DGB Ausstellung eröffnet

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rund 50 Klassensprecher nahmen an der Eröffnungsveranstaltung teil DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Die Berufsschule 1 in Aschaffenburg sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund haben am 20. November die Ausstellung von ProAsyl „Asyl ist Menschenrecht“ eröffnet.

Schulleiter Reinhard Schönweiß  und DGB-Regionssekretär Björn Wortmann konnten über 50 KlassensprecherInnen von der Berufsschule 1 bei der Ausstellungseröffnung begrüßen. Nubar Kanaan berichtete von seiner Flucht aus Syrien und Schulsprecherin Madeleine Giegerich forderte Solidarität mit den Flüchtlingen.

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Nubar Kanaan berichtet über seine Flicht aus Syrien über Bulgarien nach Deutschland DGB Unterfranken

Bei seiner Begrüßung betonte Schulleiter Reinhard Schönweiß, dass nicht nur Paris von Terroranschlägen betroffen ist, sondern auch Städte wie Beirut, Bagdad oder Ankara. Die Menschen fliehen vor Terror und suchen Schutz. Jeder Einzelne könne einen Beitrag leisten, um eine Kultur des Willkommens zu schaffen.

DGB Regionssekretär Björn Wortmann ging in seiner Rede auf rechte Ressentiments und Vorurteile ein und rief die Schülerinnen und Schüler auf, die Augen auf zu machen und wachsam zu sein, um nicht den Hetzern und neuen Nazis unwidersprochen den öffentlichen Raum zu überlassen. Er findet es unverantwortlich, wenn in einem Satz Flüchtlinge mit den schrecklichen Terroranschlägen in Paris genannt werden.

In Unterfranken sind derzeit (Stand 30.10.2015) 14.600 Flüchtlingen untergebracht. Bei einer Einwohnerzahl von 1,33 Millionen Menschen in Unterfranken mache dies ein verschwindend geringer Teil von 1% aus. Er findet die Äußerungen von vielen Politikern unverantwortlich, wenn von den Flüchtlingsbewegungen in Europa wie von einer Naturkatastrophe wie einer Lawine gesprochen werde. Dies nährt Ressentiments und Vorurteile, denen wir als Gewerkschafter entschieden widersprechen.

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Madeleine Giergerich, SChulsprecherin und JAVi bei Wika forderte in ihrer Rede Solidarität mit Flüchtlingen DGB Unterfranken

Nubar Kanaan kam als kurdischer Flüchtling aus Syrien nach Deutschland und nimmt am Unterricht in der Berufsschule 1 teil. Er berichtete auf Deutsch von seinem gefährlichen und langen Weg über Bulgarien. In Sofia musste er mehrere Monate bleiben und konnte erst im Sommer 2014 nach Deutschland einreisen. Seit über 1 Jahr lernt er in der Berufsschule 1 und möchte im Anschluss studieren oder eine Lehre beginnen.

Madeleine Giegerich ist Schulsprecherin und im Betrieb Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung bei WIKA. Sie forderte Solidarität mit den Flüchtlingen und einen fairen und respektvollen Umgang.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27.November in der Berufsschule 1 in Aschaffenburg zu sehen, bevor sie am 30. November im Landratsamt Miltenberg ausgestellt wird.

Die Ausstellung schildert die Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in den Nachbarregionen. Sie informiert über Fluchtursachen und Fluchtwege. Sie berichtet über die Situation an den EU-Außengrenzen sowie im Inneren Europas und Deutschlands.

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Die Ausstellung ist bis zum 26. November 2015 zu sehen DGB Unterfranken

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Auf rund 26 Tafeln wird über Fluchursachen und Hintergründe informiert DGB Unterfranken


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