Deutscher Gewerkschaftsbund

25.06.2015

„162 000 für 162 000“

Protest an der Klinik in Lohr

Protest an der Klinik in Lohr Verdi AB

Lohr.Marktheidenfeld. So lautet das Motto unter dem die Gewerkschaft ver.di am 24. Juni um 13:00 Uhr die Kliniken in Deutschland zum Protest aufgerufen hat. Bundesweit haben sich über 1300 Kliniken an der Aktion beteiligt.

Unterstützt wurde der Aufruf u.a. von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, DKG, der Bay. Krankenhausgesellschaft BKG, dem deutschen Berufsverband für Pflegeberufe DBfK, der Caritas und vielen Arbeitgebern.

Auch die Klinikleitung des Klinikum Main Spessart unterstützte die Aktion.

In Main-Spessart sind an zwei Standorten des Klinikums insgesamt 157 Beschäftigte dem  Aufruf von ver.di  gefolgt. Am Krankenhaus  Marktheidenfeld 75 Beschäftigte und am Krankenhaus Lohr 82 Beschäftigte. Die Beschäftigten  in Lohr wurden zudem unterstützt von weiteren 20  Demonstranten (DGB, Vertrauensleuten von Bosch Rexroth und von Beschäftigten der Stadt Lohr).    

Protest an der Klinik Marktheidenfeld

Protest an der Klinik Marktheidenfeld Verdi AB

So haben sich für das Klinikum Main-Spessart insgesamt knapp 180 Menschen spontan am Protest beteiligt und symbolisch ihre Nummern hochgehalten.   Aus dem Klinikbereich haben nicht nur alle Berufsgruppen  teilgenommen, Beschäftigte der Hauswirtschaft, Haustechnik. Ärzte, Mitarbeiter/-innen der Verwaltung, Medizintechnik, Beschäftigte aus der Pflege, aus den Funktionsdiensten Röntgenkräfte, Laborkräfte auch die Krankenhausseelsorge hat die Beschäftigten unterstützt. Auffallend viele Auszubildende haben sich beteiligt.

Ver.di  fordert im Wesentlichen:

-Eine gesetzliche Personalbemessung

- Keine weitere Personalverknappung. Die Einnahmen der Krankenhäuser müssen auch beim Personal ankommen

-Eine Expertenkommission für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Personalbemessung muss sofort eingesetzt werden. Ihr Auftrag muss über die Pflege hinausgehen und alle Berufsgruppen erfassen.

- Krankenhäuser müssen kontinuierlich über ihre Personalausstattung berichten.

-Die Länder müssen wieder für eine ausreichende Investitionsförderung sorgen.

 

Die Aktionen in Main-Spessart haben 10 min gedauert, der Betrieb ist weitergelaufen, die Patientenversorgung war nicht gefährdet.


Nach oben