Deutscher Gewerkschaftsbund

04.05.2015
DGB Kreisverband Rhön-Grabfeld

Die Arbeit der Zukunft gestalten wir

DGB R.-G.

Altes Amtshaus“ in Bad Neustadt: Es waren knapp 70 Menschen erschienen zur diesjährigen Maikundgebung des DGB Kreisverbandes Rhön Grabfeld in Bad Neustadt.  DGB-Kreisvorsitzender Thorsten Raschert konnte neben Kolleginnen und Kollegen auch einige regionale Politiker und Betriebsräte des Landkreises begrüßen. Besonderen Dank gilt laut Raschert den Pressevertretern, die durch Ihre Berichte die DGB Arbeit unterstützen. 

Die Probleme und Belastungen am Arbeitsplatz seien heute anders als früher, aber der Kampf für gute Bedingungen sei immer noch erforderlich, begrüßte es zweite Bürgermeisterin Rita Rösch, dass in Bad Neustadt an der Tradition der Maikundgebung festgehalten wird. 

Mit lang anhaltendem Beifall honorierten die Besucher der Maikundgebung im Alten Amtshaus die engagierte Rede, die Thomas Höhn, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Schweinfurt, zum Tag der Arbeit hielt.

Dabei knüpfte er zunächst an die Eingangsworte des DGB-Kreisvorsitzenden Thorsten Raschert an, der einen kurzen Überblick auf 125 Jahre dieses Feiertags gab und dabei besonders die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten erwähnte.

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So versicherte Höhn, dass das derzeit zunehmende rechte Gedankengut bei den Gewerkschaften auf Widerstand stoße, denn ihr Anliegen sei eine menschliche Welt, in der niemand Angst haben müsse wegen seiner Religion oder Hautfarbe. Er appellierte daran, die Diskussion mit den Rechtsorientierten zu suchen, um sie zu einer Gesinnungsänderung zu bewegen.

Als „mächtig“ empfand er den Titel, den der DGB dem 1. Mai 2015 gegeben hat: „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir“. Denn das beinhalte, dass man nicht nur sagen müsse, was man in der Arbeitswelt alles nicht wolle, sondern auch eine Vision davon entwickeln müsse, was man denn wolle.

Viele detaillierte Punkte seien da zu nennen, aber dabei dürfe man nicht stehen bleiben. An einem konkreten Beispiel, bei dem die Konzernspitze trotz guter Gewinne entschied, dass ein Händlernetz verkauft werde, verdeutlichte er, dass auch die Rahmenbedingung des kapitalistischen Systems wieder stärker infrage gestellt werden müssen, damit Menschlichkeit in der Arbeitswelt mehr Gewicht bekomme.

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Für die Tarifeinheit

Thorsten Raschert war zu Beginn auf die Resolution der DGB Kreisdelegiertenkonferenz Rhön-Grabfeld zum Thema Tarifeinheit eingegangen, die sich gegen eine Zersplitterung und für das Prinzip der Einheitsgewerkschaft aussprach. Auch Höhn lehnte den Streit über Zuständigkeiten ab und nannte die Erfolge, die eine starke Gewerkschaft aktuell erzielt habe: den Mindestlohn, den es zu verteidigen gelte und der nach Rascherts Ausführungen in Rhön-Grabfeld 1462 Vollzeitbeschäftigten (1013 Frauen, 449 Männer) mehr Geld in die Lohntüte bringt, die Rente mit 63 und die guten Tarifabschlüsse, die zu einer realen Lohnsteigerung führen. Viele Menschen seien bei Warnstreiks und Aktionen in die Tarifrunden mit einbezogen gewesen und hätten sich zum gemeinsamen Anliegen bekannt.

Ausführlich ging Höhn auf die griechische Finanzmisere ein, seine Lösungsansätze unterschieden sich von den derzeit praktizierten. Das wurde auch Bildlich in einen Spiel dargestellt.


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