Deutscher Gewerkschaftsbund

23.10.2014
Dr. Reuter trifft sich mit DGB Aschaffenburg-Miltenberg

Herausforderungen im Landkreis Aschaffenburg

Rudi Großmann, Landrat AB Dr. Reuter, Björn Wortmann

Rudi Großmann, Landrat AB Dr. Reuter, Björn Wortmann Büro des Landrats/Pressestelle

Aschaffenburg. Der Aschaffenburger Landrat Dr. Ulrich Reuter hat sich mit dem DGB Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Großmann und dem DGB Gewerkschaftssekretär Björn Wortmann zu einem gemeinsamen Gespräch im Landratsamt getroffen. Neben der Vorstellung des DGB am bayerischen Untermain nach der Satzungsreform ging es um politische Herausforderungen für den Landkreis Aschaffenburg.

Der Kreistag besteht aus 70 gewählten Vertreterinnen und Vertretern. Die CSU ist mit 34 Sitzen die stärkste Fraktion. Die SPD hat 15 Sitze, FW 9, Grüne 8, FDP und Neue Mitte je 2 Sitze. Landrat Reuter wurde bei den Wahlen im Frühjahr 2014 für weitere 6 Jahre im Amt bestätigt.

Eine der zentralen politischen Herausforderungen in der Region ist der Zusammenschluss der Kliniken in Alzenau-Wasserlos und in Aschaffenburg. In den letzten Monaten seien, so Reuter, intensive Gespräche mit den Verantwortlichen geführt worden, um den Zusammenschluss vorzubereiten. Der Kreistag wie auch der Stadtrat Aschaffenburg haben dem Zusammenschluss geschlossen zugestimmt. Die Kliniken werden weiterhin in kommunaler Hand bleiben, um so die öffentliche Gesundheitsversorgung sicher zu stellen. Die Beschäftigten werden demnach auch in Zukunft nach Tarifvertrag Öffentlicher Dienst bezahlt werden. Die Gewerkschafter betonten in diesem Zusammenhang, dass gute Arbeitsbedingungen den Beschäftigten wie den Patienten dienen.

Rudi Großmann sprach das Thema ÖPNV an. Der Landkreis Aschaffenburg grenzt westlich an die Grenze zu Hessen. Viele Berufspendler, aber auch Schülerinnen und Schüler und Studierende, seien jeden Tag zwischen den beiden Bundesländern Bayern und Hessen im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. Viele müssten dann trotz relativ kurzer Wege Fahrscheine für die verschiedenen Tarifgebiete lösen. Dem Landkreis ist diese Konstellation bekannt. Es ist aber von steigenden Preisen für bestimmte Pendlergruppen auszugehen, würde eine Tarifanpassung mit dem RMV erfolgen.

Die bayerische Staatsregierung hat angekündigt, im Rahmen der Nordbayern-Initiative umfassend in die Region Nordbayern zu investieren. Auf die Frage hin, wie der Landkreis die Nordbayern-Initiative bewerte, zeigte sich Landrat Reuter mit den zusätzlichen Mitteln für das Fraunhofer Institut in Alzenau zufrieden. Die 12,5 Millionen Euro werden den Standort nachhaltig stärken.


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