Deutscher Gewerkschaftsbund

16.10.2014
Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg

Unternehmen haben keinen Grund zu jammern

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie stand die jüngste Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg.

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie stand die jüngste Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg. DGB Würzburg


Eibelstadt. Ganz im Zeichen der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie stand die jüngste Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg. Prominenter Gast bei den Metallern: Jürgen Wechsler, IG Metall Bezirksleiter in Bayern. Jürgen Wechsler machte mit Blick auf zunehmend negativen Bewertungen der Branchenlage klar: „Die Metall- und Elektroindustrie hat keinen Grund zu jammern, die Profite steigen kräftig.“

Bedenken formulierte Jürgen Wechsler bei einer Betrachtung der politischen Rahmenbedingungen. Das Wirtschaftsembargo gegen Russland und das Hin und Her bei der Energiewende waren zwei Stichworte. Die Tarifauseinandersetzung werde qualitative und quantitative Bestandteile beinhalten, kündigte der IG Metall Bezirksleiter an. „Wir für Mehr! Entgelt, aber auch Altersteilzeit, flexible Übergänge in die Rente, sowie Weiterbildung und Qualifizierung gehören in die Tarifrunde 2015“.

In diesem Sinne formulierte die Delegiertenversammlung der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg ihre Tarifforderung in Richtung bezirkliche Tarifkommission: Die Löhne Gehälter und Ausbildungsvergütungen sollen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten zwischen 5 und 5,5 Prozent steigen. Zusätzlich müsse eine soziale Komponente vereinbart werden. Bei der Alterszeit, flexiblen Übergängen in die Rente und zur Qualifizierung wurden ebenfalls Forderungen formuliert. So soll es nach den Vorstellungen der Würzburger Metaller beispielsweise einen tariflichen Rechtsanspruch zur Freistellung von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen geben.

Walther Mann, erster Bevollmächtigter der Würzburger IG Metall, hielt zu Beginn der Delegiertenversammlung seinen Geschäftsbericht. Er sprach von einem stabilen Mitgliederstand. Walther Mann unterstrich das Engagement seiner Verwaltungsstelle gegen die Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSA. Der Ortsvorstand habe in einer neuerlichen Stellungnahme ein Stopp der Verhandlungen gefordert. Auch habe man die Aktivitäten am Aktionstag des Bündnisses „Würzburger Erklärung“ unterstützt.

Gewerkschaftssekretär Jürgen Wawersig informierte über den Jugendaktionstag der IG Metall Ende September in Köln. Er lobte die großartige Beteiligung der jungen Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltungsstelle, sprach von einer tollen Stimmung sowie einer aktionsorientierten Kundgebung mit klaren politischen Ansagen für ein besseres Bildungssystem. Im Hintergrund des Podiums waren auf einer Leinwand Bilder zu sehen, die die Stimmung in Köln untermauerten. Werner Flierl, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Würzburg kündigte eine betriebliche Aktionswoche zum Thema Alters- und Bildungsteilzeit an.

In einer konstruktiven und sehr lebendigen Debatte ging es am Ende des Abends um die Frage der Beziehung zwischen den Unternehmen der Zulieferindustrie und den Automobilherstellern. In zahlreichen Wortbeiträgen schilderten die Kolleginnen und Kollegen ihre Eindrücke dieses Verhältnisses. In einer Konferenz der IG Metall Bayern werden die Fragen, die die Würzburger Kolleginnen und Kollegen in diesem Zusammenhang aufwarfen vertieft, kündigte Jürgen Wechsler an.

Prominenter Gast bei den Metallern: Jürgen Wechsler (rechts), IG Metall Bezirksleiter in Bayern. Jürgen Wechsler machte mit Blick auf zunehmend negativen Bewertungen der Branchenlage klar: „Die Metall- und Elektroindustrie hat keinen Grund zu jammern, die Profite steigen kräftig.“

Prominenter Gast bei den Metallern: Jürgen Wechsler (rechts), IG Metall Bezirksleiter in Bayern. Jürgen Wechsler machte mit Blick auf zunehmend negativen Bewertungen der Branchenlage klar: „Die Metall- und Elektroindustrie hat keinen Grund zu jammern, die Profite steigen kräftig.“ DGB Würzburg


Nach oben