Deutscher Gewerkschaftsbund

05.12.2014

Ein Jahr DGB Kreisverbände in Unterfranken

Rückblick auf das Jahr 2014 und Ausblick auf das Jahr 2015

Klausur Nov14_3

Klausur Nov14_3 DGB Unterfranken

Elfershausen. Am 28. Und 29. November fand die Klausur der unterfränkischen DGB Kreisverbände statt. In einem abwechslungsreichen Programm wurde am Samstag das Thema „Tarifeinheit“ diskutiert, auf das Jahr 2014 zurückgeblickt und das Mindestlohngesetz vorgestellt. Zum Abschluss wurde die Jahresplanung 2015 in Angriff genommen.

Alle unterfränkischen DGB Kreisverbände waren auf der Klausur vertreten. So konnte ein intensiver Austausch der DGB-Kreisverbände untereinander gewährleistet werden. Es wurde deutlich, dass jeder Kreisverband „einzigartig“ ist. Jeder Kreisverband ist unterschiedlich zusammengesetzt und verfolgt individuelle Themenschwerpunkte. Die Kreisverbände eint jedoch das gemeinsame Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen aller Menschen auf kommunaler Ebene zu verbessern und das Prinzip der Einheitsgewerkschaft unter dem Dach des DGB vor Ort erlebbar zu machen.

In der Diskussion um das Tarifeinheitsgesetz unterstrichen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bedeutung des Prinzips „Ein Betrieb eine Gewerkschaft“ und lehnten einen Eingriff in das Streikrecht kategorisch ab. Die Debatte um die Tarifeinheit werde in den Kreisverbänden weitergeführt werden.

Mit „Ein Jahr neue DGB Struktur“ waren die Pinnwände im Seminarraum überschrieben. Jeder Kreisverband sollte ein erstes Fazit seit der Neugründung ziehen. Der Reihe nach stellten die Kreisverbände  Würzburg, Kitzingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Schweinfurt, Main-Spessart und Aschaffenburg ihre Inhalte, Veranstaltungen und Aktionen in den letzten 12 Monaten vor. Das Resümee war positiv. Zahlreiche Themen von TTIP, Renten- und Europapolitik hinzu Asyl- und Arbeitsmarktpolitik konnten in den Regionen platziert werden und stießen auf eine gute Resonanz. Daran soll auch 2015 angeknüpft werden.

Nach 10  Jahren Auseinandersetzung wird der gesetzliche Mindestlohn zum 01.01.2015 eingeführt. Im Anschluss an einen Vortrag zum Mindestlohngesetz wurden Ausnahmen und Besonderheiten debattiert. Zentrale Botschaft lautete, dass der Mindestlohn in Höhe von 8,50€ pro Zeitstunde gilt. Zulagen, Trinkgelder oder Sonderzahlungen dürfen nicht verrechnet werden, sondern müssen zusätzlich zum Mindestlohn bezahlt werden. Schon heute wird versucht, den Mindestlohn auszuhöhlen, zu verwässern oder als Arbeitsplatzvernichter darzustellen. Die Mitglieder der DGB-Kreisverbände waren sich einig, dass die Auseinandersetzung um und die Verteidigung des Mindestlohnes ab dem 01.01.2015 zunehmen wird. Daher wurden zur Einführung diverse Begleitaktionen geplant. Zunächst werde man unterstreichen, wie viele Menschen von dem Mindestlohn in den Städten und Kreisen profitieren werden. Bei einer öffentlichkeitswirksamen Aktion am 12.01.2015 wird für den Mindestlohn geworben und die Bevölkerung umfassend informiert.

Zum Abschluss der abwechslungsreichen Klausur wurde die Jahresplanung 2015 konkretisiert. Man hat sich auf zwei Wochenendseminare für die Kreisverbände verständigt, die jeweils in der Frankenakademie in Würzburg stattfinden werden. Am 13. Und 14. März wird sich intensiv mit der Geschichte des 1. Mai beschäftigt und Best Practise Beispiele ausgetauscht. Am 19. Und 20. Juni wird sich dem Thema Kommunalpolitik als zentrales Handlungsfeld der DGB Kreisverbände zugewandt.

 

Klausur Nov14_2

Klausur Nov14_2 DGB Unterfranken

Klausur Nov14_1

Klausur Nov14_1 DGB Untefranken

Klausur Nov14

Klausur Nov14 DGB Unterfranken


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