Deutscher Gewerkschaftsbund

28.10.2014

Günther Felbinger im Dialog mit dem DGB zum Thema Fachkräfte, Klinikum und Personalvertretungsgesetz

Gespräch mit Felbinger MdL

v.l.n.r. Rudi Großmann, Günther Felbinger, Björn Wortmann Bürgerbüro Felbinger

Karlstadt. Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Günther Felbinger hat Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes in sein Büro nach Karlstadt eingeladen. In dem Gespräch ging es um regionale Themen wie Fachkräftesicherung und Zukunft des Klinikums Main-Spessart. Zudem wurde die Forderung des DGB-Bayern nach einer Novellierung des bayerischen Personalvertretungsgesetzes diskutiert.

Der gebürtige Lohrer ist seit 2008 für die Freien Wähler Mitglied im bayerischen Landtag. Er arbeite im Ausschuss Bildung, Jugend und Sport sowie im Ausschuss öffentlicher Dienst mit. Zudem ist der studierte Sportwissenschaftler Stadtrat in Gemünden und Kreisrat im Landkreis Main-Spessart.

In den kommunalen Parlamenten gibt es eine Debatte um den Erhalt der drei Klinikstandorte in Lohr, Marktheidenfeld und Karlstadt. Rund 1100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in den drei Kliniken tätig. Die DGB-Gewerkschafter Rudi Großmann und Björn Wortmann betonten, dass eine Wohnortnahe Versorgung wichtig für die Bevölkerung sei. Kliniken gehören genauso wie Schulen oder der Personennahverkehr zur öffentlichen Daseinsvorsorge und sind Standortfaktoren. Diese Faktoren erhalten ein besonderes Gewicht unter dem Eindruck des demografischen Wandels und erhöhen die Attraktivität einer Region. Günter Felbinger wird sich für eine medizinische Grundversorgung in der Fläche einsetzen und steht mit den Kliniken und Ärzten in Verbindung.

Björn Wortmann hat die Zahlen vom Ausbildungsstellenmarkt in Main-Spessart 2012/13 dem FW-Landtagsabgeordneten übergeben. Die Zahlen weisen eine signifikante Lücke zwischen Anzahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen und den Bewerbern aus. So waren 695 Stellen gemeldet. Demgegenüber standen 953 Bewerber, sodass rein rechnerisch 258 Stellen fehlen. Hier sind aus Sicht der Gewerkschafter Arbeitgeber gefordert, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, um der jungen Generation Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Fachkräftesicherung stärke die Region nachhaltig und mache sie zukunftsfähig. Felbinger zeigte sich über das Delta überrascht und hofft, dass sich die Zahlen zugunsten der jungen Menschen bessern. Er warb zudem für das duale Ausbildungssystem, das Fachkräfte von morgen hervorbringe.

Rudi Großmann ging auf das Thema betriebliche Mitbestimmung ein. Das Recht der Personalvertretung ist im Gegensatz zum Betriebsverfassungsgesetz nicht bundesweit geregelt, sondern kann vom Bund und von den Ländern eigenständig geregelt werden. Im Vergleich mit den Regelungen der Länder und des Bundes haben die Personalvertretungen in Bayern deutlich weniger Rechte und schlechtere Arbeitsbedingungen. Der DGB-Bayern fordert einer Novellierung des bayerischen Personalvertretungsgesetzes. Als stellv. Vorsitzender des Ausschuss öffentlicher Dienst und ehemaliger Personalrat ist der FW-Landtagsabgeordnete für das Thema sensibilisiert.


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