Deutscher Gewerkschaftsbund

24.10.2014

IG Metall Schweinfurt will 5,8%

Abstimmung

Abstimmung DGB Ufr.

Schweinfurt. Gut 100 Delegierte der Schweinfurter IG Metall haben ihre Vorstellungen zur Metall- und Elektro-Tarifrunde 2015 beschlossen: 5,8% sollen es sein, Laufzeit 12 Monate. Dazu kommen die inhaltlichen Forderungen nach einer Weiterentwicklung der Altersteilzeit und verbindliche Standards in der Weiterbildung.

Bereits im Sommer des Jahres begannen die Diskussionen um die Forderungshöhe in den Betrieben, wie Jürgen Schenk, Vertrauenskörperleiter bei Schaeffler Schweinfurt, berichtete. Nach den Debatten der IG Metall-Mitgliedern und internen Abstimmungsprozessen beschloss der Schweinfurter Ortsvorstand schließlich den benannten Vorschlag, der von obersten Souverän der hiesigen IG Metall, der Delegiertenversammlung einstimmig angenommen wurde! Den endgültigen Forderungskatalog beschließt letztlich der IG Metall Vorstand in Frankfurt Mitte November. Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie gilt bis 31.Dezember 2014, die Friedenspflicht endet vier Wochen später, also am 28.Januar 2015. Bis dahin sind zwei Verhandlungstermine auf bayrischer Ebene zwischen dem IG Metall Bezirk Bayern und dem Arbeitgeberverband vbm anberaumt.

 

Vor der Beschlussfassung erläuterte Thomas Höhn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungsprognosen für das Jahr 2015. So soll das Bruttoinlandsprodukt in der Bundesrepublik (Summe aller im Land hergestellten Waren und Dienstleistungen) um 1,2 bis 1,9% steigen, die Produktivität um 0,6 bis 1,4% und die Preissteigerung 1,3 bis 1,9% betragen. Gemäß der bewährten gewerkschaftlichen Formel zur Entwicklung einer Lohnforderung, komme es auf den eingesetzten Wert der Umverteilungskomponente an, erklärte Bevollmächtigter Peter Kippes (Formel: Preissteigerung + Produktivitätsfortschritt + Umverteilungskomponente = Lohnforderung). Ziel der Lohnerhöhung müsse sein die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken um die Binnenkonjunktur zu unterstützen. Benny Hornung erklärte für die IG Metall-Jugend, dass die Forderungshöhe auch für Auszubildende gelten soll. Wie in der Jugendkampagne „Revolution Bildung“ inhaltlich festgelegt, brauche es sowohl einen tariflichen Anspruch zur Freistellung für Weiterbildungsmaßnahmen wie eine Kostenbeteiligung durch den Arbeitgeber. Barbara Resch (2.Bevollmächtigte) machte zudem deutlich, dass es ab März 2015 keine Altersteilzeit mehr gibt, sollte es nicht gelingen den Altersteilzeittarifvertrag zu verlängern oder besser noch ihn weiter zu entwickeln.

Während die bundesweite Tarifforderung im Abgleich der unterschiedlichen Forderungshöhe aus den einzelnen Verwaltungsstellen vom Vorstand noch erstellt werden muss, steht das Motto zur anstehenden Tarifrunde schon fest: WIR FÜR MEHR.

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