Deutscher Gewerkschaftsbund

25.09.2014
Gewerkschaftliche Frauenarbeit am Untermain unterstützen

Gläserne Decke und stille Reserve

Liebner_Wengerter_Oehler_Wortmann

Liebner_Wengerter_Oehler_Wortmann DGB Unterfranken

Aschaffenburg. Am Abend des 23.09.2014 hat das Treffen zur gewerkschaftlichen Frauenarbeit im DGB Büro Aschaffenburg stattgefunden. Auf dem Treffen wurde sich über die gewerkschaftliche Frauenarbeit inner- und außerhalb der Betriebe der letzten Jahre ausgetauscht und Themen für eine künftige gewerkschaftliche Frauenarbeit  entwickelt. Künftig sollen insbesondere junge Gewerkschafterinnen angesprochen und begleitet werden. Themen wie „Gläserne Decke“ und Frauenförderung in den Betrieben sollen genauso behandelt werden wie „stille Reserve“ und Wiedereingliederung in den beruflichen Alltag nach Pflege- und Erziehungszeiten.

 Wie können junge Frauen an gewerkschaftliche Arbeit herangeführt, integriert und gefördert werden? Welchen Unterstützungsbedarf haben die jungen Kolleginnen in den Betrieben? Wo können die jungen Frauen abgeholt werden? Diese und weitere Fragen wurden zu Beginn des ersten gewerkschaftlichen Frauentreffens am bayerischen Untermain nach der DGB Satzungsreform behandelt. Abschließend gibt es auf die Fragen nicht die Antwort, aber Ansatzpunkte. Auf dem zweitägigen Seminar des DGB Unterfranken am 24. Und 25. Oktober zum Thema Jugendstrukturen, Jugendkultur und Einbindung junger KollegInnen in die örtliche DGB Arbeit sollen die Fragen weiter erörtert werden.

Die „gläserne Decke“ gibt es. Der Anteil an Frauen in Führungspositionen ist nur halb so hoch wie der von Männern, hat das statistische Bundesamt bekannt gegeben. Betrachtet man die Altersgruppe der 60-64 Jährigen, ist die Schere zwischen erwerbstätigen Frauen in Führungspositionen und Männern noch größer. Wie Frauenförderung in den Betrieben gestaltet wird, soll auf dem nächsten Treffen besprochen werden und Beispiele aus den Betrieben aus unterschiedlichen Branchen vorgestellt und diskutiert werden.

Viele gut ausgebildete und qualifizierte Frauen befinden sich nicht im aktiven Erwerbsleben. Rund 3 Millionen Frauen befinden sich laut dem Institut Arbeit und Qualifizierung (IAQ) der Universität Duisburg-Essen in der stillen Reserve. Die Gründe sind vielfältig und reichen von unzureichenden Betreuungsmöglichkeiten über unterschiedliche steuerliche Anreizsysteme hin zu fehlenden Unterstützungsprogrammen zur Wiedereingliederung in das Berufsleben wie Qualifizierungs- und Begleitungsmaßnahmen oder Rückkehrerinnenprogramme.

Das nächste Treffen findet am 27.11.2014 ab 18 Uhr im DGB Büro Aschaffenburg statt.


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