Deutscher Gewerkschaftsbund

11.11.2014
DGB Kreisverband Schweinfurt

Demozug am 1.Mai?

Frank Firsching

Frank Firsching DGB

Schweinfurt. Der DGB Kreisvorstand hat auf seiner letzten Sitzung intensiv mit den Themen 1.Mai und Asyl beschäftigt. Beschlossen wurde, einen Arbeitskreis „Asyl“ einzurichten und den Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, bei der Maikundgebung in Schweinfurt als Redner zu platzieren.

Doch diskutiert wurde noch viel mehr. Ob die Wiederauflage eines Demonstrationszuges am 1.Mai in Schweinfurt zu einer größeren Teilnahme führen kann, zum Beispiel. So berichtete für die DGB-Jugend Julia Römer, dass dies ausdrücklicher Wunsch des Jugendausschusses sei. Weitere positive Rückmeldung gab es zudem. Kreisvorsitzender Frank Firsching will die Gewerkschaften ins Boot holen und in den Vorständen der Mitgliedsgewerkschaften die Bereitschaft abklopfen, einen Demozug zu unterstützen. Denn alle waren sich einig, dass es ein Mindestmaß an Teilnehmern braucht, um kraftvoll und nicht jammervoll wahrgenommen zu werden. Wolfgang Trüdinger (IG Metall) kann sich einen Demozug als belebend vorstellen. Bedingung sei eine konsequente Unterstützung aus den Betrieben. Die Maikundgebung soll wieder auf dem Georg-Wichtermann-Platz mit dem bewährtem Programm und dem anschließenden Familienfest stattfinden.

Um einen eigenen Beitrag zur Entwicklung einer Willkommenskultur für Asylsuchende in Schweinfurt zu entwickeln, richtet der DGB Kreisverband Schweinfurt eine Arbeitsgruppe ein. Diese AG hat den Auftrag Maßnahmen zu entwickeln, die geeignet sind, gewerkschaftliche Kompetenzen in unserem Kernbereich Arbeitswelt zu vermitteln. Dies können Betriebsbesuche von Asylbewerbern ebenso sein, wie Informationseinheiten in Asylbewerberunterkünften oder Vortragsreihen für Flüchtlinge. Die DGB-Jugend berät parallel das Thema „betriebliche Patenschaften für junge Asylbewerber, die ein Betriebspraktika absolvieren“. Die AG soll noch in diesem Jahr eingerichtet werden und aus Vertretern der Industriebetriebe, Erziehern, Polizei und Kolleginnen aus Krankenhäusern und der Stadt Schweinfurt bestehen. Es werden gezielt Betriebs- und Personalräte aus diesen Bereichen angesprochen. Der DGB Kreisverband Schweinfurt will sich konstruktiv in der beruflichen Begleitung von Flüchtlingen engagieren und dies mit der Einrichtung der Arbeitsgruppe auch dokumentieren, so Frank Firsching.

Eine Mitarbeit beim „Runden Tisch Asyl“ der Stadt Schweinfurt wird angestrebt. Immerhin war es der DGB Kreisvorstand, der die Einrichtung des „Runden Tisches“ öffentlich gefordert hat.


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