Deutscher Gewerkschaftsbund

17.09.2014

Industriestandort stärken: Bürgermeister Paul im Gespräch mit dem DGB

Gespräch mit Mario Paul

(v.l.r.) Marco Netrval, Lena Werner, Björn Wortmann, Mario Paul DGB Unterfranken

Lohr. Die direkten Lebensumstände von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden nicht nur in Brüssel, Berlin oder München gestaltet, sondern auch direkt vor Ort in jeder Kommune. Die beiden Vorsitzenden des DGB Kreisverbands Main-Spessart Lena Werner und Marco Netrval haben sich zusammen mit DGB Sekretär Björn Wortmann zu einem Gesprächstermin mit dem ersten Bürgermeister der Stadt Lohr getroffen. Der Bürgermeister Dr. Mario Paul empfing die Gewerkschafter im Lohrer Rathaus.

Die Kommunalwahlen haben vor über einem halben Jahr stattgefunden. Es gab einen Wechsel im Lohrer Rathaus: Dr. Mario Paul leitet seit Mai 2014 die Geschicke im Rathaus. Während des Gesprächs wurde sich über thematische Schnittmengen zwischen DGB Kreisverband und der Kommune ausgetauscht.

Der Industriestandort in Lohr müsse gestärkt werden, sagte Paul, nicht nur aufgrund seiner besonderen geografischen Lage zwischen Aschaffenburg und Würzburg. Die Industrie ist für den Wirtschaftsstandort Lohr ein bedeutender Faktor, den es zu erhalten, zu fördern und auszubauen gilt.

Die Mainfranken GmbH ist nach Pauls Meinung eine Plattform, Fachkräftepotenziale in der Region zu erschließen und an die Region zu binden. Der Dialog zwischen Kommune, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Kammern ist wichtig, um die Regionen nachhaltig zu stärken. Der Welcome Service der Stadt Lohr biete unter
anderem
Stadtführungen für Zugezogene an.

Viele Kolleginnen und Kollegen seien mit der Umstellung des Busfahrplans zufrieden, da Pendlern nun eine bessere Busverbindung zur Verfügung stehe, meinte die DGB Kreisverbandsvorsitzende Lena Werner. Paul werde sich auch in Zukunft für einen weiteren Ausbau des ÖPNV einsetzen, um die Wege zur Arbeit zu erleichtern.

In Lohr sollen auch Unterkünfte für Asylbewerber geschaffen werden. Der DGB setzt sich für eine Willkommenskultur für Flüchtlinge in der Region ein. Fragen wie
welche Angebote für Sprachkurse werden geschaffen und welche Anstrengungen werden betrieben, die Menschen in Arbeit zu bringen, gilt es zu beantworten. Paul regte an, einen runden Tisch einzuberufen, um die Herausforderungen mit Parteien und Verbänden zu diskutieren.


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